Die beschichtete Oberfläche ist nach dem Spritzen uneben wie Orangenschale? Das beeinträchtigt nicht nur das Aussehen, sondern verringert auch die Schutzleistung. Als professioneller Hersteller von Industrielacken analysieren wir für Sie die vier Kernursachen für die „Orangenschalenstruktur“ im Detail und bieten praxisnahe Lösungen vor Ort.
In der industriellen Beschichtung streben wir nach einer ebenen und fülligen Lackschicht. Doch viele Applikateure stoßen auf ein ärgerliches Phänomen: Nach dem Trocknen der Lackschicht weist die Oberfläche eine unebene, narbenartige Textur ähnlich wie Orangenschale auf, umgangssprachlich als „Orangenhaut“ bezeichnet.

Als Hersteller von Industrielacken haben wir die vier häufigsten „Übeltäter“ vor Ort zusammengefasst:
1. Falsche Verdünnerkombination und -menge Dies ist der häufigste Grund.
- Problem: Wenn die Zugabemenge des Verdünners zu gering ist, ist die Viskosität der Farbe zu hoch und die zerstäubten Farbtropfen können auf dem Substrat nicht ausreichend verlaufen.
- Ursache: Verwendung eines zu schnell verdunstenden "Schnelltrockner"-Verdünners, sodass die Farbtropfen trocknen, bevor sie sich ausbreiten können.
- Maßnahme: Verdünnungsmittel exakt in dem im technischen Datenblatt (TDS) des Herstellers angegebenen Mischverhältnis zugeben.

2. Pistolendruck und Zerstäubungswirkung Die Einstellung der Spritzpistole bestimmt direkt den Feinheitsgrad des Lacknebels.
- Problem: Zu niedriger Spritzdruck führt zu einer schlechten Zerstäubung der Lackflüssigkeit, wodurch grobe Partikel auf die Oberfläche prallen und keine ebene Beschichtung bilden kann.
- Gegenmaßnahme: Überprüfen Sie das Manometer und passen Sie den Spritzdruck je nach Lackart an (normalerweise zwischen 0,3 und 0,5 MPa), um eine gleichmäßige Zerstäubung sicherzustellen.
3. Spritzdistanz und Technik
- Problem: Die Spritzpistole ist zu weit vom Untergrund entfernt. Der Lösemittelanteil der Lacknebel verdunstet bereits in großem Maße während des Flugs zur Oberfläche, sodass die Lacktropfen beim Auftreffen auf die Oberfläche bereits trocken und klebrig sind und ihre Fließfähigkeit verloren haben.
- Gegenmaßnahme: Halten Sie die Spritzpistole senkrecht zur Oberfläche, halten Sie den Abstand zwischen 20 und 30 Zentimetern und bewegen Sie sie gleichmäßig und ruhig.
4. Zu hohe Umgebungstemperatur während der Bauausführung
- Problem: Bei der Bauausführung unter praller Sonne oder in Hochtemperatur-Umgebungen trocknet die Lackoberfläche zu schnell, und das interne Lösungsmittel kann nicht gleichmäßig entweichen, was die Verlaufseigenschaften beeinträchtigt.
- Gegenmaßnahme: Vermeiden Sie nach Möglichkeit Bauarbeiten während der heißen Tageszeiten oder wechseln Sie auf einen verdünner, der für „langsame Trocknung“ ausgelegt ist.



Fazit: Das „Orangenschalen“-Phänomen ist kein Zeichen für schlechte Lackqualität, sondern meist auf Fehler bei den Applikationsparametern zurückzuführen. Solange man die drei Hauptfaktoren Viskosität, Druck und Abstand kontrolliert, lässt sich mühelos eine spiegelglatte Beschichtung erzielen.