Weißbuch zur Schutzbeschichtungstechnologie für die Drei-Komponenten-Elektrosysteme von Elektrofahrzeugen: Eine Komplettlösung vom Akku bis zur elektrischen Antriebseinheit

2026-06-14 · Einstufung: Technical Knowledge

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Einleitung: Neue Herausforderungen durch neue Energiefahrzeuge an Beschichtungen

Der Aufstieg der neuen Energiefahrzeuge hat nicht nur das Gefüge der Automobilindustrie neu geformt, sondern stellt die Beschichtungsbranche vor beispiellose technische Herausforderungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verbrennungsfahrzeugen gehen die Anforderungen des Drei-Elektrik-Systems (Batterie, Elektroantrieb, elektronische Steuerung) von neuen Energiefahrzeugen an Schutzbeschichtungen weit über den traditionellen Bereich von „Ästhetik + Korrosionsschutz“ hinaus – das Batteriepaket benötigt Brandschutz und Wärmedämmung, das Elektroantriebsaggregat benötigt korona beständige Isolation, das Batteriegehäuse benötigt ultralangfristigen Korrosionsschutz, und diese Anforderungen müssen oft in einem einzigen Produkt kombiniert realisiert werden.

Die Kernanforderungen von Neue-Energie-Fahrzeugen an das Dreier-System (Batterie, Motor, Steuerung) an Beschichtungen sind – das Batteriepaket benötigt eine doppelte Funktion aus UL 94 V-0 Brandschutz und Wärmemanagement, die E-Antriebseinheit benötigt koronabeständige Isolierung (PDIV ≥ 1500 Vp), und das Batteriegehäuse benötigt Salzsprühbeständigkeit von ≥ 1000 h.Diese dreifachen Anforderungen haben eine weitaus höhere technische Schwelle als die herkömmliche Fahrzeuglackierung und stellen auch das Kernproblem dar, das in diesem Artikel systematisch zerlegt wird.

I. Schutzlackierungssystem für Batteriepacks

1.1 Technisches Prinzip der Brandschutzbeschichtung für Batteriepacks

Die Feuerschutzbeschichtung für Hochvoltbatteriegehäuse ist ein intumeszierender Brandschutzanstrich, der auf die Innenseite des Batteriegehäuses (meist aus Aluminiumlegierung, hochfestem Stahl oder Verbundwerkstoffen) aufgetragen wird. Der Kernmechanismus ist: Wenn es im Akku zu einem thermischen Durchgehen kommt und die Temperatur rapide ansteigt (üblicherweise über 200 °C), reagieren der Kohlebildner, das Dehydratisierungsmittel und das Treibmittel in der Beschichtung nacheinander chemisch und bilden eine dichte verkohlte Schicht mit einer Dicke von das 50- bis 100-Fache der ursprünglichen Beschichtung. Diese verkohlte Schicht weist eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit auf (meist ≤ 0,05 W/m·K) und kann die Wärmeübertragung wirksam blockieren, um den Insassen wertvolle „goldene 5 Minuten“ für die Flucht zu verschaffen.

Gemäß GB 38031-2020 „Sicherheitsanforderungen an Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge“ darf das Batteriepaket nach einem thermischen Durchgehen einer Einzelzelle für mindestens 5 Minuten weder Feuer fangen noch explodieren. Eine intumeszierende Brandschutzbeschichtung ist einer der Schlüsseltechnologiewege zur Erreichung dieses Ziels.

1.2 Wärmeleitende Strukturbeschichtung für Batteriepacks

Im Gegensatz zum „Wärmedämm“-Bedarf der Brandschutzbeschichtung muss die wärmeleitende Strukturbeschichtung zwischen Batteriemodul und Kühlplatte im Arbeitstemperaturbereich der Batterie (-30 °C bis 80 °C) eine effiziente Wärmeleitfähigkeit beibehalten. Die derzeit gängigen wärmeleitenden Beschichtungssysteme umfassen:

Typ der Wärmeleitbeschichtung Wärmeleitfähigkeit (W/m·K) Klebefestigkeit (MPa) Anwendungsszenario Referenzkosten (Yuan/kg)
Wärmeleitpaste 1,0 – 5,0 N/A (keine Strukturfestigkeit) Füllung von Spalten zwischen Modul und Kühlplatte 50 – 200
Wärmeleitstrukturkleber (Epoxidharzsystem) 0,8 – 2,5 ≥ 8 Strukturelle Verklebung von Zelle und Kühlplatte 80 – 300
Wärmeleitstrukturkleber (Polyurethansystem) 0,6 – 2,0 ≥ 5 Szenarien mit Flexibilitätsbedarf 60 – 200
Wärmeleitpads 1,0 – 12,0 N/A (Kompressionsrückstellung) Füllung großer Spalten 100 – 600
Wärmeleitvergussmasse 0,5 – 2,0 ≥ 3 Vollständiger Verguss des Moduls 50 – 150
Illustration 2

1.3 Korrosionsschutzbeschichtung für Batteriegehäuse

Das Batteriegehäuse wird üblicherweise unterhalb des Fahrzeugchassis montiert und muss direkt extremen Betriebsbedingungen wie Steinschlag durch Fahrbahnsteine, Schlamm- und Wasserüberflutung sowie Korrosion durch Auftausalz im Winter standhalten. Das typische Korrosionsschutzbeschichtungssystem für Batteriegehäuse umfasst:

  • Vorbehandlung: Silanbehandlung oder zinkhaltige Phosphatierung (Schichtgewicht 2-3 g/m²)
  • Grundierung: Epoxid-Zinkstaubgrundierung (Trockenfilmdicke 60–80 μm, Zinkstaubgehalt ≥ 80 %)
  • Decklack:Steinschlagfester Polyurethan- oder Polyharnstoff-Anstrich (Trockenfilmdicke 100–200 μm, Bruchdehnung ≥ 150 %)

Das System muss einen neutralen Salzsprühtest (ASTM B117) von ≥ 1000 h bestehen und gleichzeitig die Anforderungen an die Steinschlagfestigkeit (ISO 20567-1, Schlag bei niedriger Temperatur -20°C) erfüllen.

II. Isolationsbeschichtung für E-Antriebsaggregate

2.1 Neue Anforderungen von Flachdrahtmotoren an den Isolierlack

Mit der Verbreitung von 800V-Hochspannungsplattformen steigt die Betriebsspannung der Antriebsmotoren vom herkömmlichen 400V auf 800V oder sogar höher. Hairpin-Motoren (Flachdrahtmotoren) sind aufgrund ihrer höheren Nutfüllung und Leistungsdichte zum Mainstream-Technologieweg geworden. Allerdings stellt das Problem der Spannungskonzentration in der Isolierschicht an den Biegestellen der rechteckigen Leiter von Flachdrahtmotoren extrem hohe Anforderungen an die Flexibilität und Haftfestigkeit des Isolierlacks.

Zu den wesentlichen Leistungskennzahlen von Isolierimprägniermitteln für elektrische Antriebe zählen:

  • PDIV (Teilentladungszündspannung): ≥ 1500 Vp (für 800V-Plattform empfohlen ≥ 1800 Vp)
  • Koronabeständige Lebensdauer:≥ 500 h (IEC 60343, bipolare Spannung 1,5 kV, Frequenz 10 kHz)
  • Beständig gegen ATF-Öl: 150°C × 1000 h Eintauchtest, Erhaltungsrate der Durchschlagspannung ≥ 80%
  • Wärmeklasse:Class H (180°C) oder Class C (200°C+)

2.2 Vergleich von Isolierimprägnierlack-Systemen

Tränklacktyp Wärmebeständigkeitsklasse PDIV (Vp) ATF-Ölbeständigkeit VOC-Gehalt (g/L) Härtungsbedingungen
Epoxid-Anhydrid-System Class F (155°C) 1200 – 1600 Gut 50 – 150 150°C × 2h
Ungesättigter Polyesterimid Class H (180°C) 1500 – 2000 Mittel 30 – 100 160°C × 1.5h
Silikonsystem Class C (200°C+) 1800 – 2500 Ausgezeichnet 100 – 250 200°C × 2h
Wasserbasiertes Epoxid-Polyurethan Class F (155°C) 1000 – 1400 Mäßig ≤ 50 140°C × 1h

III. Schutzbeschichtungen für das elektronische Steuerungssystem

Die Leiterplattenebene des elektronischen Steuergeräts (OBC/DCDC/PDU) wird normalerweise mit Schutzlack (Conformal Coating) geschützt, um einen durch Feuchtigkeit, Salznebel und chemische Gase verursachten Schaltungsausfall zu verhindern. Zusätzliche Anforderungen an Schutzlacke für elektronische Steuergeräte in NEV (New Energy Vehicles) umfassen:

  • Temperaturbeständigkeitsbereich: -40 °C bis 150 °C (Montage in der Nähe des Motorraums)
  • CTI (Vergleichszahl der Kriechwegbildung): ≥ 600 V
  • Wärmeleitfähigkeit: Einige OBCs mit hoher Leistungsdichte erfordern Beschichtungen mit einer gewissen Wärmeleitfähigkeit.
  • UL 94 V-0 Brennbarkeitsklasse

IV. Verarbeitungstechnik und Qualitätskontrolle

4.1 Applikation der Brandschutzbeschichtung für Batteriepacks

Die Applikationsmethoden für den Brandschutzanstrich des Batteriepacks umfassen hauptsächlich Airless-Spritzen und Zweikomponenten-Prastizisionskleben. Die Trockenfilmdicke der Brandschutzbeschichtung liegt typischerweise bei 1,0 – 3,0 mm, was deutlich über herkömmlichen Anstrichen liegt, weshalb spezielle Dickbeschichtungsverfahren erforderlich sind. Zu den wesentlichen Kontrollparametern zählen:

  • Auftragstemperatur: 25 °C – 40 °C (Vorwärmung vor dem Mischen der Zweikomponenten)
  • Auftragsdruck: 15 – 25 MPa (Airless-Spritzen)
  • Schichtdickengleichmäßigkeit: ± 0,2 mm (Online-Überwachung mittels Laser-Dickenmessung)
  • Aushärtungsbedingungen: Raumtemperatur 7 Tage oder beschleunigte Aushärtung bei 80 °C × 4 h

4.2 Isolierimprägnierverfahren für elektrische Antriebe

Die Tränkungsprozesse für den Stator von Flachdrahtmotoren umfassen hauptsächlich drei Methoden: Tauchtränkung (Dip), Tropftränkung (Trickle) und Vakuumdrucktränkung (VPI). VPI ist die zuverlässigste Methode zur Sicherstellung eines hohen PDIV, wobei durch Vakuum Luftblasen im Wicklungsinneren entfernt werden und anschließend unter Druck ein vollständiges Eindringen des Isolierlacks erreicht wird.

V. Branchentrends und technische Ausblicke

Im Ausblick auf die Jahre 2026–2030 werden sich die Beschichtungstechnologien für die drei elektrischen Hauptkomponenten (Batterie, E-Motor, Leistungselektronik) von NEV (New Energy Vehicles) in folgende Richtungen entwickeln:

  1. Multifunktional und integriert:Eine einzige Beschichtung erreicht gleichzeitig Feuerfestigkeit + Wärmeleitung + Isolierung, reduziert Arbeitsschritte und Materialvielfalt
  2. CTP/CTC integrierte Anpassung:Mit der Entwicklung der Cell-to-Pack- und Cell-to-Chassis-Technologie muss die Beschichtung direkt mit den Zellen und den Strukturbauteilen des Fahrzeugs kompatibel sein
  3. Neue Anforderungen an Feststoffbatterien:Feststoffelektrolyte sind extrem empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und benötigen eine Verpackungsbeschichtung mit sehr hoher Wasserdampfsperrwirkung.
  4. Leichtgewichtige Nanobeschichtung: Durch die Verwendung von Aerogel-Modifizierung oder Hohlkugel-Fülltechnologie wird die Beschichtungsdichte um 30 %–50 % reduziert.
  5. Intelligente selbstreparierende Beschichtung: Die Beschichtung kann nach einer Beschädigung selbstständig repariert werden und verlängert so den Lebenszyklus des Batteriegehäuses.
Abbildung 3

FAQ: Häufige Fragen zu Beschichtungen für die drei elektrischen Hauptkomponenten (Batterie, Motor, Steuergerät) von NEV

Q1: Wie arbeiten der Brandschutzanstrich für Batteriepacks und das passive Löschsystem zusammen?
Die Brandschutzbeschichtung bildet eine erste Brandhemmende Barriere und beginnt im frühen Stadium des thermischen Durchgehens zu expandieren und eine verkohlte Schicht zu bilden. Das passive Löschsystem (z. B. Aerosol-Feuerlöscher) fungiert als zweite Verteidigungslinie und wird aktiviert, wenn die Temperatur weiter auf den Auslöseschwellenwert steigt. Beide bilden eine duale Schutzarchitektur aus ”passivem Brandschutz + aktivem Löschen”.

Q2: Wie wählt man den PDIV-Standard für elektrisch angetriebene Isolierlackimprägnierung?
Der PDIV-Wert sollte mindestens dem 1,5-fachen der Spitzenbetriebsspannung des Motors entsprechen. Für die 400V-Plattform gilt PDIV ≥ 900 Vp; für die 800V-Plattform gilt PDIV ≥ 1500 Vp (empfohlen ≥ 1800 Vp, um eine Sicherheitsreserve einzuplanen).

Q3: Was sind die Unterschiede in der Verarbeitungstechnik zwischen wärmeleitendem Strukturkleber und wärmeleitendem Füllkleber?
Wärmeleitender Strukturkleber erfordert eine präzise Kontrolle der Auftragsbahn und der Klebstoffmenge (üblicherweise Servo-Dosierventile), da er gleichzeitig eine strukturelle Klebfunktion übernimmt; wärmeleitender Füllkleber füllt hauptsächlich große Spalten und stellt relativ geringe Anforderungen an die Auftragsgenauigkeit, erfordert jedoch Kompressions- und Rückfederungseigenschaften.

Q4: Wie verhalten sich die wärmeisolierende Beschichtung zwischen den Zellen und die feuerfeste Platte auf Modulebene zueinander?
Die wärmeisolierende Beschichtung zwischen den Zellen (z. B. Aerogelbeschichtung oder Glimmerpapier) dient dazu, die Ausbreitung des thermischen Durchgehens einer Einzelzelle auf benachbarte Zellen zu verzögern; die feuerfeste Platte auf Modulebene (z. B. Glimmerplatte) bietet auf Modulebene eine höhere Feuerisolierung. Beide ergänzen sich in ihrer Funktion und bilden gemeinsam ein mehrschichtiges Schutzsystem gegen thermische Ausbreitung.

Q5: Wie lässt sich das Problem der Haftung von Magnesiumlegierungs-Basismaterialien für Batteriegehäuse lösen?
Auf der Oberfläche von Magnesiumlegierungen bildet sich sehr leicht eine lockere Magnesiumoxidschicht, was zu einer schlechten Lackhaftung führt. Lösungsansätze umfassen: Mikrolichtbogenoxidation (MAO) als Vorbehandlung zur Bildung einer dichten Keramikschicht, Behandlung mit speziellen Silan-Kopplungsmitteln (mit Zr/Ti-System), oder die Verwendung von Epoxid-Grundierungen mit speziellen Haftvermittlern.

Q6: Welche Anforderungen werden an die Beständigkeit des Isolierlacks gegen ATF-Öl in ölgekühlten elektrischen Antrieben gestellt?
Der Isolierlack für ölgekühlte elektrische Antriebe muss einen Alterungstest mit ATF-Öl-Tauchung bestehen: Nach 1000 h Tauchen in ATF-Öl bei 150°C muss die Erhaltung der Durchschlagspannung ≥ 80 % betragen, und der Lackfilm darf keine Blasen, Erweichung oder Abplatzen aufweisen. Das Silikonsystem zeigt in diesem Test die beste Leistung.

Q7: Welche neuen Herausforderungen ergeben sich für Isolierbeschichtungen durch die 800V-Hochspannungsplattform?
Zu den Herausforderungen der 800V-Plattform gehören: höhere PDIV-Anforderungen (≥ 1500 Vp gegenüber 900 Vp bei der 400V-Plattform), stärkere Teilentladungskorrosionseffekte, strengere Anforderungen an die Dielektrizitätskonstante und den Verlustfaktor des Isolierlacks sowie höhere du/dt-Spannungen durch Hochfrequenzschaltung (SiC-Bauelemente).

Q8: Wie besteht das Batteriepack-Beschichtung den thermischen Ausbreitungstest gemäß GB 38031-2020?
GB 38031-2020 fordert, dass das Batteriepack innerhalb von 5 Minuten nach Auslösung des thermischen Durchgehens einer einzelnen Zelle weder Feuer fängt noch explodiert. Die Strategien der Beschichtung umfassen: Auf die Innenseite des oberen Deckels des Batteriepacks eine intumeszierende Brandschutzbeschichtung von ≥ 2 mm aufzutragen, zwischen den Zellen wärmedämmendes Vergussharz zu füllen sowie am Boden des Moduls eine leitende und wärmedämmende Verbundbeschichtung aufzubringen.

Q9: Wie erreicht eine Isolierbeschichtung mit geringer Dichte das Ziel der Gewichtsreduzierung?
Durch den Einsatz von leichten Füllstoffen wie Hohlkeramikkugeln (Dichte 0,2–0,6 g/cm³), Aerogelpulver (Dichte 0,1–0,3 g/cm³) oder aufgeschäumten Mikrokapseln lässt sich die Dichte der Brandschutzbeschichtung von 1,3–1,5 g/cm³ auf 0,6–0,9 g/cm³ senken. Es ist jedoch zu beachten, dass die geringe Dichte die Festigkeit der verkohlten Schicht beeinträchtigen kann, was durch eine Rezepturoptimierung ausgeglichen werden muss.

Q10: Wie kann die Lackierstraße herkömmliche Fahrzeuglackfarben und Spezialbeschichtungen für den Antriebsstrang (Drei-Elektrik) kompatibel nutzen?
Batteriegehäuse und E-Antriebsaggregate werden normalerweise nicht in der Fahrzeuglackierstraße lackiert, sondern in einer unabhängigen, speziellen Lackierstraße bearbeitet. Die Aushärtungstemperatur von Drei-Elektrik-Beschichtungen liegt meist unter der von herkömmlichen Fahrzeuglacken (Elektrotauchlackierung 180–200 °C gegenüber Drei-Elektrik-Beschichtungen oft 80–150 °C), weshalb eine gemeinsame Produktionslinie nicht möglich ist. Einige neu gebaute Werke verwenden ein paralleles Layout mit „Hauptlinie + Nebenlinie“, um die Effizienz zu steigern.

Q11: Wie wird der Expansionsgrad der Karbonisierungsschicht von Brandschutzanstrichen getestet und bewertet?
Mit Bezug auf die Prüfmethode für den Expansionsgrad in GB 14907-2018 „Brandschutzanstrich für Stahlkonstruktionen“ werden Beschichtungsproben in einem Muffelofen bei unterschiedlichen Temperaturen (300 °C, 500 °C, 800 °C) erhitzt, und das Verhältnis der Karbonisierungsschichtdicke zur ursprünglichen Dicke wird gemessen. Üblicherweise wird ein Expansionsgrad von ≥ 20fach gefordert, wobei die Karbonisierungsschicht dicht, gleichmäßig und frei von durchgehenden Rissen sein muss.

Q12: Welche Anforderungen an die Konformität mit Umweltschutzvorschriften gelten für Beschichtungen für Batteriepacks?
Es müssen die in GB 24409-2020 „Grenzwerte für schädliche Stoffe in Fahrzeuglacken“ festgelegten Beschränkungen für VOCs, Schwermetalle (Pb, Cr6+, Hg, Cd), Benzole und Glykolether erfüllt werden. Für exportierte Batteriepacks müssen zudem die Beschränkungen der EU-ELV-Richtlinie (2000/53/EG) und der REACH-Verordnung für besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) eingehalten werden.

Abbildung 4

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Zusammenfassung

Beschichtungen zum Schutz des Dreier-Systems (Batterie, E-Motor, Steuergerät) bei neuen Energiefahrzeugen sind ein hochgradig interdisziplinäres technisches Feld, das die vier Fachrichtungen Brandschutzmaterialwissenschaft, elektrische Isolierungstechnik, Wärmemanagement-Design und Korrosionsschutztechnik umfasst. Bei der Auswahl der Beschichtungslösung muss ausgehend von den Sicherheitszielen des Gesamtfahrzeugs eine systematische Lösungsauswahl und Prozessplanung unter Berücksichtigung der Batteriegehäusekonstruktion, der Spannungsebene der E-Antriebsplattform und der Fertigungskostenbeschränkungen erfolgen. Die Beschichtungsfabrik von Kexin New Materials hat bereits mehreren neuen Energiefahrzeugherstellern maßgeschneiderte Schutzbeschichtungslösungen für das Dreier-System geliefert. Kontaktieren Sie uns gerne, um fachtechnische Beratung zu erhalten.

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