In der industriellen Beschichtung wird in Angeboten normalerweise die Trockenfilmdicke (DFT) angegeben, da diese die Korrosionsschutzwirkung der Beschichtung direkt bestimmt. Wenn das Personal vor Ort jedoch spritzt, ist der Lack noch nass. Wie lässt sich durch die Messung der Nassfilmdicke (WFT) das Ergebnis nach dem Trocknen vorhersagen?

1. Kernformel: Wie wird aus dem Nassfilm der Trockenfilm berechnet? Die Brücke für die Umrechnung ist der Volumenfestkörper (Volume Solids) der Farbe.
Formel A: Berechnung der geschätzten Trockenfilmdicke Trockenfilmdicke (DFT) = Nassfilmdicke (WFT) × Volumenfeststoffgehalt %
Formel B: Berechnung der aufzutragenden Nassfilmdicke Aufzutragende Nassfilmdicke (WFT) = Trockenfilmdicke (DFT) ÷ Volumenfeststoffgehalt %
Hinweis: Wenn während der Verarbeitung Verdünner hinzugefügt wurde (z. B. 10 % Verdünner), muss das Verdünnungsverhältnis im Nenner berücksichtigt werden.
2. Ein Praxisbeispiel Angenommen, der volumetrische Festkörpergehalt eines epoxyzinkhaltigen Grundanstrichs beträgt 60 % und die geforderte Trockenfilmdicke beträgt 60 Mikrometer:
- Berechnung: 60 ÷ 60 % = 100 Mikrometer.
- Bedienung: Der Bauarbeiter muss lediglich den Nassfilmdickenmesser aufziehen; liegt der Messwert bei etwa 100 Mikrometern, so ist die Spritzmenge normgerecht.
3. Fachliche Empfehlungen des Herstellers
- Echtzeitüberwachung: Nach jedem Spritzvorgang sofort mit dem Nassfilmdickenmesser eine Probe entnehmen und bei zu geringer Schichtdicke rechtzeitig nachspritzen.
- Technisches Datenblatt (TDS) konsultieren: Jedes Produkt hat einen unterschiedlichen Volumenfestkörpergehalt, daher niemals blind auf Erfahrung „drauflos sprühen“.