
Beim Abtönen von Autoreparaturlacken sind Metallpartikel (Aluminiumflakes) und Perlglanzpigmente (Perleffekt-Pigmente) zwei Kerntechnologien. Sie bestimmen den endgültigen visuellen Effekt von Metallic- und Perllacken – vom glänzenden Metallglanz bis zum farbwechselnden Effekt aus verschiedenen Blickwinkeln; ihre korrekte Verwendung ermöglicht eine perfekte Integration der reparierten Stelle mit dem Originallack. Dieser Artikel erläutert die Eigenschaften, Mischmethoden und Spritztechniken von Metallpartikeln und Perlglanzpigmenten.
I. Grundlagen zu Metallpartikeln (Silberpulver)
1.1 Was sind Metallpartikel?
Metallpartikel, auch Silberpulver genannt, sind ein Aluminiumpigment (Aluminum Pigment) mit plättchenförmiger Struktur. Nach gleichmäßiger Dispergierung in Beschichtungen reflektieren sie das Licht und erzeugen einen metallähnlichen Flakeffekt.
1.2 Klassifizierung von Metallpartikeln
| Typ | Partikelgröße | Wirkung |
|---|---|---|
| Feines Silberpulver | 10-15μm | Fein, hohe Deckkraft |
| Mittleres Silberpulver | 15-25μm | Standard-Metallglanz |
| Grobes Silberpulver | 25-40μm | Rustikal, starker Funkeneffekt |
II. Grundlagen von Perlenpulver (Perlglanzpigmente)
2.1 Was ist Perlenpulver?
Perlglanzpigmente (Pearl Effect Pigments) sind Pigmente auf Glimmerbasis, deren Oberfläche mit Titandioxid oder Eisenoxid beschichtet ist und die durch Lichtinterferenz einen perlenartigen, aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedlichen Farbeffekt erzeugen.
2.2 Klassifizierung von Perlenpulver
| Typ | Effekt |
|---|---|
| Weiße Perle | Weiße Interferenzfarbe, dezenter Perlglanz |
| Blaue Perle | Blaue Interferenzfarbe, kühler, strahlender Effekt |
| Goldene Perle | Goldene Interferenzfarbe, warmes, luxuriöses Gefühl |
| Rote Perle | Rote Interferenzfarbe, leuchtend und dynamisch |
| Lila Perle | Lila Interferenzfarbe, individuell und modisch |
III. Techniken zur Abmischung von Metallpartikeln und Perlenpulver
3.1 Mischungsgrundsätze
- Zuerst Aluflocken/Perlglanzpigmente einstellen, dann die Farbe anpassen.
- In kleinen Mengen und mehrmals zugeben: jedes Mal 5–10 % zufügen und gut umrühren.
- Vergleichslichtquelle: Vergleich der Effekte unter natürlichem Licht und Leuchtstofflampenlicht.
- Referenzmuster aufbewahren: Mischverhältnis bei jeder Zubereitung dokumentieren.

3.2 Mischverfahren für Silberlack
- Auswahl der Basisfarbmasterbatches (weiß, schwarz, gelb, blau usw.)
- Zugabe von Silberpulver (üblicherweise 15–30 %)
- Seitenton anpassen (bei bläulicher/gelblicher Seitenfarbe entsprechenden Farbtonpasten zugeben)
- Anpassung des Farbtons der Vorderseite (bei grünlicher/rötlicher Vorderseite entsprechenden Farbmasterbatch zugeben)
- im Vergleich zum Originallack des Fahrzeugs fein abgestimmt
3.3 Mischverfahren für Perleffektlack
- Zuerst die Grundfarbe anmischen (die Grundfarbe des Perleffekt-Lacks bestimmt das Endresultat)
- Zugabe von Perlenpulver (üblicherweise 10–20 %)
- Anpassung der Interferenzfarben (Blauperlen eher bläulich, Goldperlen eher golden)
- Spritzmuster-Vergleich (sowohl Trockenspritz- als auch Nassspritzverfahren testen)
- fein aufeinander abstimmen
IV. Spritztechniken
4.1 Wichtige Punkte beim Spritzen von Silberlack
- Spritzdüsenabstand: 15–20 cm
- Spritzdruck: 1,5–2,0 bar
- Anzahl der Spritzgänge: 2–3 Gänge nass in nass spritzen
- Abzugszeit: 5–10 Minuten Trockenzeit zwischen den einzelnen Schichten
- Wichtig: Halten Sie die Bewegungsgeschwindigkeit der Spritzpistole gleichmäßig, um ein Ansammeln von Silberbronze zu vermeiden.
4.2 Wichtige Punkte beim Spritzen von Perleffektlack
- Untergrundfarbenanforderung: Die Untergrundfarbe muss gleichmäßig und frei von Farbunterschieden sein.
- Perlmutt-Spritzlackierung: dünn und nass spritzen, gleichmäßige Verteilung des Perlglanzpulvers
- Klarlackversiegelung: Nach dem Trocknen der Perlschicht muss zwingend ein Klarlack aufgetragen werden.
- Hinweis: Perlenpulver setzt sich leicht ab, vor Gebrauch gut umrühren.
V. Praxisbeispiele
Fallbeispiel: Abmischung des weißen Perleffekt-Lacks von Toyota
- Basislack: Weiß 80 % + Perlweiß 20 %
- Perlglanzpulver: Weiße Perle 15%
- Feineinstellung: Vorderseite leicht gelbstichig mit etwas Blau, Seitenfläche leicht cyanstichig mit etwas Rot.
- Effekt: Vorderseite milchweiß, Seitenansicht hellblau, deutlicher Farbwechsel bei unterschiedlichen Betrachtungswinkeln.
Fazit
Die korrekte Verwendung von Metallic-Pigmenten und Perlglanzpulver ist die Kerntechnologie beim Farbtonmischen von Autoreparaturlacken. Wer die Mischprinzipien beherrscht und mit den Spritztechniken vertraut ist, erzielt Reparaturergebnisse, die sich nicht vom Originallack unterscheiden. Kexin New Materials bietet eine komplette Produktlinie an Autolacken sowie Unterstützung durch ein Farbmischsystem – bei Interesse gerne nähere Informationen anfragen.
Für weitere technische Unterstützung stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Weiterführende Lektüre:Unterschiede und Auswahl zwischen 1K- und 2K-Farbpasten · Auswahl der Spritzpistolendüse: 1,3 mm vs. 1,5 mm