Analyse von Beschichtungsschäden: Praktische Anwendungsmethodik von fünf Analysemethoden (FTIR/DSC/SEM/EDS/EIS) zur Ursachenanalyse von Beschichtungsschäden

2026-06-14 · Einstufung: Technical Knowledge

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Einleitung: Analyse von Beschichtungen nach dem Versagen – was sie uns über ihre Schadensursache verraten

Die ”Obduktion” (Failure Analysis) nach Beschichtungsversagen ist die Arbeit in der Beschichtungsindustrie, die am stärksten die technische Kompetenz steigert – durch die kombinierte Anwendung der fünf Analysemethoden FTIR/DSC/SEM/EDS/EIS – um die vollständige chemische/physikalische Degradationskette der Beschichtung vom ”gesunden Zustand” zum ”Versagenszustand” rückwärts abzuleiten. Jeder Versagensfall ist eine praktische Dokumentation einer “Failure Mode and Effects Analysis (FMEA) für Beschichtungsversagen” – bei der die Lehren aus Einzelfällen zu allgemeinen Prinzipien für Konstruktions- und Ausführungsverbesserungen verdichtet werden – und stellt die entscheidende Praxis dar, mit der der Beschichtungsingenieur vom ”Erfahrungstyp” zum ”wissenschaftlich diagnostizierenden Typ” aufsteigt.

Beschichtungsversagensanalyse-Projekt: Praktische Anwendung von fünf Analysemethoden (FTIR/DSC/SEM/EDS/EIS) bei der Diagnose der Grundursache von Beschichtungsversagen – Szenenbild

Die Analyse von Beschichtungsversagen ist eine systemtechnische Methode, die verschiedene instrumentelle Analysetechniken anwendet, um eine mehrdimensionale umfassende Diagnose der chemischen Zusammensetzung, der mikroskopischen Morphologie, der thermodynamischen Eigenschaften und der elektrochemischen Charakteristika von versagenden Beschichtungen durchzuführen, um die Grundursache (Root Cause) des Versagens zu ermitteln und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

I. Funktionelle Positionierung der fünf Hauptanalysetechniken und ihre Anwendbarkeit auf Ausfalltypen

Analysemethode Kernfunktion Detektionsbereich Anwendbare Ausfalltypen Probenanforderung Kosten (Yuan/Probe)
FTIR Identifizierung der chemischen Harzstruktur / Abbauprodukte Molekulare funktionelle Gruppen (4000–400 cm⁻¹) Chalking / Glanzverlust / chemischer Abbau >1 mg (ATR-Modus / mikro) 200–500
DSC Tg / Aushärtungsgrad / restliche Reaktionswärme -50~+300 °C Unzureichende Aushärtung / Versprödung der Beschichtung 5–10 mg (versiegelter Tiegel) 300–800
SEM Mikromorphologie / Grenzfläche / Bruchfläche >1000× Vergrößerung Blasengrenzfläche / Delaminierung / Pinholes 1 cm² (Beschichtung + Substrat / polierter Querschnitt) 500–1500
EDS Elementzusammensetzung / Korrosionsprodukte / Verunreinigungen B–U (>0,1 % Gew.) Salzverschmutzung / Korrosionsprodukte / Ölverschmutzung Wie SEM (EDS ist Zubehör des SEM) 200–500 (Zubehör)
EIS Beschichtungsimpedanz / Korrosionszustand der Grenzfläche 0,01 Hz–100 kHz Verborgene Korrosion unter der Beschichtung / Vorhersage der Tauchlebensdauer >10 cm² (Beschichtung + Substrat / zerstörungsfrei) 500–2000
Beschichtungsausfallanalyse-Projekt: Praxiseinsatz von fünf Analysemethoden (FTIR/DSC/SEM/EDS/EIS) bei der Diagnose der Grundursache von Beschichtungsausfällen – Technischer Vergleichsdiagramm

II. Diagnose-Praxis an fünf typischen Schadensfällen

Fall 1: Blasenbildung bei zinkreichem Epoxid-Grundierlack – kombinierte EDS- und SEM-Diagnose

Die Querschnitt-SEM der blasigen Region zeigt – an der Beschichtung/Stahlsubstrat-Grenzfläche wurde mittels EDS eine hohe Cl-Konzentration (>200 mg/m²) + Na-Elemente nachgewiesen – dass die Ursache der Blasenbildung auf überschüssige Salzrückstände am Substrat nach dem Strahlen (ISO 8502-6) durch den osmotischen Blasenbildungsmechanismus zurückzuführen ist. Die entsprechende Korrekturmaßnahme – nach dem Strahlen wird zwingend eine Salzprüfung (alle Oberflächen <50 mg/m²) und eine abschließende Spülung mit deionisiertem Wasser durchgeführt.

Fall 2: Kreidung von PU-Lacken – kombinierte FTIR+DSC-Analyse

FTIR detektierte an der Beschichtungsoberfläche eine Abnahme der Intensität der Urethanbindungsbande (-NH-CO-O-) (1730 cm⁻¹) um >50 % sowie das Auftreten einer neuen -COOH-Bande (1710 cm⁻¹) – dies weist darauf hin, dass Photooxidation die chemische Ursache für das Kreiden ist. DSC ergab einen Rückgang der Tg von den geplanten +60 °C auf +35 °C – was belegt, dass die Molekülmasse des Harzes aufgrund von Kettenbruch abnimmt.

Beschichtungsversagensanalyse-Projekt: Praktische Anwendung von fünf Analysemethoden (FTIR/DSC/SEM/EDS/EIS) bei der Diagnose der Grundursache von Beschichtungsversagen – Flussdiagramm

Technische Vertiefung: Systematische Optimierungsmethoden für Prozessparameter (DoE-Versuchsplanung)

Die Optimierung von Beschichtungsproduktionsprozessen sollte nicht auf der „Trial-and-Error-Methode“ basieren, sondern wissenschaftliche Methoden des DOE-Versuchsplans anwenden. Am Beispiel des Dispergierprozesses – die die Qualität beeinflussenden Faktoren (Lineargeschwindigkeit / Zeit / Füllgrad / Temperatur), 4 Faktoren jeweils 3 Stufen – erfordert ein vollfaktorieller Versuch 81 Experimente – DOE reduziert die Experimenteanzahl drastisch durch orthogonale Versuche L9 (9 Mal) oder Response-Surface-Methode (27 Mal) – und erhält gleichzeitig die Haupteffekte und Wechselwirkungen der Faktoren. Beispielsweise zeigt sich, dass „die Wechselwirkung Lineargeschwindigkeit × Zeit signifikant ist“: hohe Lineargeschwindigkeit + kurze Zeit und niedrige Lineargeschwindigkeit + lange Zeit erreichen denselben Dispergiereffekt – aber Erstere spart über 20 % Energie.

Interpretation des P-Werts in der DOE-Analyse – P95 % Konfidenz). Die finale DOE-Ausgabe ist ein Satz von Vorhersagemodellen (polynomische Regressionsgleichungen) – Eingabe von Liniengeschwindigkeit/Zeit/Temperatur → Vorhersage von Feinheit/Viskosität/Glanz – und stellt Formulierungsingenieuren ein Werkzeug zur „digitalen Rezepturoptimierung“ bereit.

Branchenpraxis: Vom „Gefühl des erfahrenen Meisters“ zur „Parametrisierung nach Standard“

Die allgemeine Herausforderung der Lackierindustrie – erfahrene Meister nehmen nach der Rente den „Tastsinn“ (Rührwiderstand / Schaben auf dem Feinheitsblatt / visuelle Beurteilung des Nassfilmglanzes) mit – neue Mitarbeiter können ihn nicht replizieren. Den „Tastsinn“ in quantifizierbare Standardparameter umwandeln: (1) Rührwiderstand → Viskosimeterablesung; (2) Schaben auf dem Feinheitsblatt → Feinheitsblattablesung (μm); (3) Nassfilmglanz → Glanzmesser (GU-Wert). Die „Standardparameterkarten“ für jeden Arbeitsschritt werden neben den Geräten ausgehängt – neue Mitarbeiter arbeiten anhand der „Karten“ statt „nach Gefühl“. „Parametrisierung“ ist ein entscheidender Schritt für Lackfabriken, um von der „Werkstatt“ zur „Fabrik“ zu gelangen.

Häufig gestellte Fragen

Q1: Wie bewertet die EIS (elektrochemische Impedanzspektroskopie) die Korrosion unter der Beschichtung, ohne diese zu zerstören?Das Messprinzip der EIS – Anlegen einer kleinen sinusförmigen Wechselstrom-Störspannung (±10 mV) an der Beschichtungsoberfläche zur Messung des Betrags des Impedanzwertes (|Z|) und des Phasenwinkels (φ). Im Niederfrequenzbereich (0,01 Hz) spiegelt der |Z|-Wert den Gesamtwiderstand (Beschichtung selbst + Grenzfläche) wider: >10⁹ Ω·cm² = ausgezeichnet; 10⁷–10⁹ = gut; 10⁵–10⁷ = Beschichtung bereits degradiert, aber Stahlsubstrat noch nicht merklich korrodiert; <10⁵ = Stahl unter der Beschichtung befindet sich in aktiver Korrosion.

Q2: Warum wird bei der FTIR-Analyse der Kreidung von Beschichtungen der ATR-Modus verwendet?ATR (attenuierte Totalreflexion / Attenuated Total Reflection)-Modus – das Infrarotlicht wird im ATR-Kristall (Diamant/Ge) totalreflektiert – dringt nur 1–2 μm tief in die Beschichtungsoberfläche ein und detektiert selektiv die chemischen Veränderungen der obersten Schicht (die Kreidung beginnt zuerst an der Oberfläche) – dies ist ein der Transmissionsmethode (bei der die gesamte Beschichtung abgekratzt/KBr-Pressling hergestellt werden muss – die Information wird durch tieferliegendes, nicht abgebautes Harz verdünnt) weit überlegener „Oberflächenanalyse“-Modus.

Q3: Auswahl von „Kalt-Einbettung“ und „Heiß-Einbettung“ bei der SEM-Querschnittanalyse?Kalt-Einbettung (Epoxid-Kalteinbettung/Raumtemperatur-Aushärtung) – kein thermischer Einfluss auf die Beschichtung, die Grenzfläche zwischen Beschichtung und Substrat wird nicht durch thermische Spannungen zerstört – dies ist der Grund, warum für die Beschichtungsversagensanalyse zwingend Kalt-Einbettung verwendet werden muss. Heiß-Einbettung (Phenolharz/180°C/20MPa) – hohe Temperatur + hoher Druck zerstören das ursprüngliche Erscheinungsbild der Beschichtung (Beschichtungen unterhalb von Tg schmelzen und fließen bei 180°C reologisch auf) – die Versagensgrenzfläche wird verdeckt – darf auf keinen Fall verwendet werden.

Q4: Wie wählt man das Ersatzschaltbild (Equivalent Circuit) für EIS-Daten?Das am häufigsten verwendete Ersatzschaltbild für Beschichtungen Rs(RcQc)(RctQdl)Rs=Lösungswiderstand, Rc=Beschichtungswiderstand, Qc=Beschichtungskapazität (CPE), Rct=Charge-Transfer-Widerstand (Korrosionsrate an der Grenzfläche), Qdl=Doppelschichtkapazität. Wenn Rc<10⁶Ω·cm² und Rct10⁹ – Beschichtung ist intakt. Die Anpassung des Ersatzschaltbildes erfordert spezielle EIS-Anpassungssoftware (z. B. ZView/ZSimpWin).

Q5: Ist bei der Analyse von Beschichtungsversagen die „Beweiskette“ mit einer einzelnen Methode nicht ausreichend?Typischer Fall – nur FTIR weist Harzabbau nach – aber ist der Abbau „Ursache“ oder „Folge“? – Möglicherweise führen zuerst Salze im Untergrund zu Blasenbildung → Beschichtungsriss → UV und Feuchtigkeit dringen in die Beschichtung ein → Harz baut sich an der Rissstelle ab – aber FTIR erkennt nur die endgültigen Abbauprodukte und nicht das anfängliche Ereignis „Salz → Blasenbildung“. Eine vollständige Versagensanalyse erfordert kreuzweise Verifizierung durch mehrere Methoden: SEM für Morphologie, EDS für Elemente, FTIR für Chemie, EIS für Elektrochemie – um eine vollständige kausale Beweiskette von der Grundursache bis zur endgültigen Versagensform aufzubauen.

Q6: Führt eine „nicht repräsentative“ Probenahme bei der Analyse von Beschichtungsversagen zu Fehldiagnosen?Die Probenahme bei versagenden Beschichtungen muss im Zentrum des Versagensbereichs + Übergangsbereich am Rand + intakter Bereich ohne Versagen jeweils eine Probe entnehmen – die Unterschiede der drei Bereiche vergleichend analysieren – der Differenzgradient weist auf die räumliche Ausbreitungsrichtung des Versagens und die Ursprungsposition der Grundursache hin. Nur aus dem am stärksten versagenden Bereich (am bequemsten) zu proben – man sieht nur das „Endergebnis“ aber nicht die „Grundursache“, was die Diagnose irreführt.

Q7: Nachweisgrenze und Genauigkeit der EDS-Elementaranalyse?Die Nachweisgrenze von EDS liegt bei etwa 0.1%wt (1000 ppm). Bei sehr geringen Salzverunreinigungen (z. B. 20 mg/m² NaCl – bei einer Schichtdicke von 100 μm eine Konzentration von <0.01%wt) kann EDS dies nicht nachweisen und es werden empfindlichere Methoden benötigt – Ionenchromatographie (IC / Nachweisgrenze <1 ppm) – bei der die Salze von der Beschichtungsoberfläche ausgewaschen und gelöst zur Injektion gebracht werden. EDS und IC ergänzen sich bei der Salzanalyse, anstatt sich gegenseitig zu ersetzen.

Q8: Die neue „Micro-CT“-Technologie (Micro-CT) zur Analyse von Beschichtungsversagen?Die Röntgen-Mikro-CT (Auflösung <1 μm) ermöglicht eine dreidimensionale zerstörungsfreie Scanning-Rekonstruktion der räumlichen 3D-Verteilung von Poren, Blasen, Rissen und Korrosionsprodukten in der Beschichtung – umfassender als die Informationen eines einzelnen Schnittes per SEM. Die Mikro-CT ist im Bereich der Beschichtungsfehleranalyse ein neues Werkzeug – die Geräte sind teuer (>5 Mio. Yuan) –, aber ihre Fähigkeit, 3D-Informationen zu liefern, ist mit dem SEM (2D) nicht vergleichbar.

Q9: Wie lassen sich die Ergebnisse der Fehleranalyse in „Konstruktionsverbesserungen“ umwandeln?Die Analyseergebnisse jedes Fehlerfalls müssen im FMEA-Format „Fehlermodus → Auswirkung → Ursache → Verbesserungsmaßnahme“ in der Wissensdatenbank für Fehlerfälle des Unternehmens gespeichert werden – als Referenz für künftige Rezepturentwicklung und Ausführungspläne. Die Kosten einer einmaligen Fehleranalyse (mehrere Tausend bis Zehntausende Yuan) erzielen bei der Umwandlung in den Nutzen des „Vermeidens künftiger gleichartiger Fehler“ einen ROI von über dem 10-Fachen.

Q10: Die „Zeitkosten“ der Beschichtungsversagensanalyse – Schnelldiagnose in Notfällen vs. vollständige Analyse?Notfallsituation (z. B. Kundenbeschwerde + Produktionslinie wartet auf Lösung) – innerhalb von 24–48 h kann mit der Kombination aus FTIR+SEM+EDS eine vorläufige Diagnose gestellt werden – es wird die wahrscheinlichste Ursache (90 % Konfidenz) angegeben – es wird ein vorläufiger Reparaturplan gegeben. Die vollständige Analyse mit mehreren Methoden und mehrfacher Verifizierung – benötigt 1–4 Wochen für vertiefte Untersuchungen und Entscheidungen zur Neuentwicklung von Rezepturen. Der Trade-off zwischen Geschwindigkeit und Tiefe ist im Versagensanalyseprozess eine „Managemententscheidung“ und nicht nur eine technische Beurteilung.

FAQ: Ergänzende technische Fachfragen und -antworten

Q11: Wie beeinflussen die Unterschiede in den nationalen und internationalen Standards dieser Technologie den Produktexport?Es bestehen Unterschiede zwischen dem nationalen Standard (GB) und den ISO/ASTM-Standards hinsichtlich Prüfverfahren und Grenzwerten für die Konformitätsbewertung. Beispielsweise der Salzsprühtest – GB/T 1771 (äquivalent zu ISO 7253) weist im Wesentlichen identische Prüfbedingungen wie ASTM B117 auf – jedoch unterscheiden sich die Bewertungssysteme (ISO 4628 vs. ASTM D610/D714) – bei der Bereitstellung von Prüfberichten für Exportprodukte mussgleichzeitig der entsprechende internationale Standard angegeben werden, andernfalls können ausländische Kunden keinen Abgleich vornehmen. Es wird empfohlen, in den TDS (Technische Datenblätter) der Exportprodukte gleichzeitig die Doppelstandard-Kennzahlen nach GB und ISO/ASTM aufzuführen – um das Vertrauen internationaler Kunden zu stärken.

Q12: Wie wird die Langzeit-Leistung dieser Technologie in realen Ingenieuranwendungen verifiziert?Laborbeschleunigte Tests (Salzsprühnebel/QUV/Zyklische Korrosion) liefern Daten für den relativen Vergleich – können jedoch reale Freibewitterungstests im Freien nicht vollständig ersetzen. Empfohlen – (1) Am Standort der Fabrik und an typischen Kundenstandorten (z. B. küstennahe C5-M/Industriegebiet C4) jeweils Freibewitterungsgestelle aufstellen – jährlich Beschichtungserscheinungsbild/Haftfestigkeit/Filmdickenänderung prüfen – eine unternehmenseigene Datenbank zur Freibewitterung aufbauen; (2) Mit Universitäten/Forschungsinstituten zusammenarbeiten – Unternehmensdaten mit akademischer Forschung kombinieren – die Datenzuverlässigkeit erhöhen.

Q13: Worauf sollten KMU bei der Beschaffung entsprechender Rohstoffe/Geräte achten?(1)Die Chargenstabilität des Lieferanten ist wichtiger als der Stückpreis – es wird empfohlen, vom Lieferanten COA-Daten von >10 Chargen anzufordern – zur Bewertung der Chargenschwankung (CpK);(2)Bei Gerätebeschaffung einen Branchenkollegen befragen, der das Gerät bereits seit >2 Jahren nutzt, um die langfristige Zuverlässigkeit und die Qualität des Kundendiensts zu erfahren – und nicht nur die Vorführdaten des Geräteanbieters zu berücksichtigen;(3)Schlüsselrohstoffe (Harz/Härter) – mindestens 2 qualifizierte Lieferanten beibehalten, um das Risiko einer Einzelbeschaffung zu vermeiden.

Q14: Aktueller Stand und Trends der digitalen Transformation in diesem Bereich?Die digitale Transformation der Lack- und Farbenindustrie entwickelt sich von “punktuellen Anwendungen” (Automatisierung einzelner Geräte/Prozesse) hin zu “Systemintegration” (ERP+MES+PMS entlang der gesamten Wertschöpfungskette). Derzeit ist für kleine und mittlere Lackfabriken die digitale ”ROI-stärkste Investition” das automatische Dosiersystem plus digitalisierte Qualitätskontrolldaten – mit einer Amortisationszeit von 1–3 Jahren – die priorisierte Empfehlungsrichtung. Zukünftiger Trend – KI + Sensoren zur Echtzeit-Optimierung von Prozessparametern – um die Qualitätsschwankungen zwischen Chargen weiter zu reduzieren.

F15: Wie kann ein neuer Lackingenieur diese Technologie schnell beherrschen?(1)Theorie und Praxis parallelNicht nur Literatur lesen, ohne die tatsächliche Produktion zu berühren – und sich auch nicht nur auf Erfahrung verlassen, ohne Theorie zu lernen;(2)Erstellen Sie ein “Archiv für Fehlerfälle”Jede Kundenbeschwerde/Produktionsanomalie/Beschichtungsversagen – Ursache und Lösungsprozess dokumentieren – das ist das effektivste Lernmaterial;(3)Von Lieferanten lernenDie Techniker von Harz-/Additiv-/Pigmentlieferanten sind Träger des ”impliziten Wissens” in diesem Bereich – kommunizieren Sie mehr mit ihnen über Lösungen für konkrete Probleme.

Empfehlungen für technische Anwendung und Implementierung

Vorbereitung und Risikobewertung vor der Ausführung

Vor der offiziellen Bauausführung müssen drei Vorarbeiten abgeschlossen werden: (1) Bestätigung der Substratbedingungen – Prüfung des Feuchtigkeitsgehalts des Substrats (Beton <4 % / Stahl ohne sichtbaren Wasserfilm), des Oberflächenbehandlungsgrades (Sandstrahlen Sa2.5 / von Hand St3) und der Salzverschmutzung (Chloride Taupunkt +3 °C) – nur wenn alle drei erfüllt sind, darf gearbeitet werden – wenn einer der Werte überschritten wird, entstehen während der Härtung des Anstrichs irreversible Fehler; (3) Verifizierung der Farbchargen – Abgleich von Chargennummer, Produktionsdatum und COA-Prüfbericht – Bestätigung, dass die Farbe innerhalb des Haltbarkeitsdatums liegt und die Kennwerte (Viskosität / Feinheit / Härtezeit) den Anforderungen entsprechen.

Kritische Kontrollpunkte während der Ausführung

Während der Bauausführung müssen die folgenden Parameter kontinuierlich überwacht und protokolliert werden: (1) Nassfilmdicke (WFT / Nassfilmdickenmessgerät / mindestens 5 Punkte pro 10 m²) jeder Beschichtungsschicht – die Umrechnungsbeziehung zwischen WFT und der Zieldicke des Trockenfilms (DFT) lautet DFT = WFT × Volumenfeststoffgehalt (%) – bei Abweichung der WFT sofort Spritzparameter anpassen; (2) Trocknungs-/Aushärtezeit jeder Beschichtungsschicht – Epoxidsystem benötigt: Grifftrocken (2–4 h / 23 °C) → Durchgetrocknet (6–12 h) → Vollständige Aushärtung (7 Tage) – die Beschichtung der nächsten Schicht muss innerhalb des optimalen Überstreichfensters der vorherigen Schicht erfolgen (typischerweise 4–24 h nach Grifftrocken) – zu frühes Überstreichen → Lösungsmitteldurchdringung zwischen den Schichten und Abziehen des Untergrunds / zu spätes Überstreichen → verminderte Zwischenschichthaftung; (3) kontinuierliche Aufzeichnung der Umgebungsbedingungen während der Ausführung – alle 2 h Temperatur / Luftfeuchtigkeit / Taupunkt aufzeichnen – als Teil der Abschlussdokumentation archivieren.

Qualitätsabnahme und Abschlussdokumentation

Die endgültige Abnahme des Beschichtungssystems sollte auf Basis der im Vertrag vereinbarten Abnahmekriterien (z. B. ISO 12944/SSPC-PA 2/GB 50205) erfolgen – zu den wesentlichen Abnahmepunkten gehören: (1) Trockenfilmdicke (DFT/≥5 Messpunkte pro 10 m²/ Einzelwert ≥ 80 % des Nennwerts/ Mittelwert im Bereich 100–120 % des Nennwerts); (2) Porenprüfung (Nassschwammverfahren bei DFT 500 μm/ null Poren); (3) Haftfestigkeit (Abzugsmethode ISO 4624/ ≥ Designwert/ bevorzugter Bruchmodus: Kohäsionsbruch); (4) Sichtprüfung (kein Ablaufen/ keine Orangenschalenstruktur/ keine Partikel/ gleichmäßiger Glanz). Alle Abnahmeprüfdaten sind zu Abschlussunterlagen zusammenzustellen, bestehend aus Prüfbericht + Ausführungsprotokoll + Farbchargennummer + Umgebungsdaten – als Datenbasis für die 25-jährige Gewährleistungsfrist des Beschichtungssystems – mit einer Archivierungsdauer von ≥ 5 Jahren.

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Zusammenfassung

Die Fünf-Schritte-Diagnosemethode zur Beschichtungsversagensanalyse – FTIR (chemisch/oberflächlich), DSC (thermisch/Aushärtung), SEM (Morphologie/Grenzfläche), EDS (Elemente/Verunreinigung) und EIS (elektrochemisch/zerstörungsfrei) – hat jeweils ihren spezifischen Fokus; ihre kombinierte Anwendung ermöglicht den Aufbau einer vollständigen Beweiskette für das Versagen. Die SEM-Querschnittsanalyse muss kalt eingebettet werden (um thermische Zerstörung zu vermeiden). Kexin New Materials bietet Kunden umfassende Dienstleistungen zur Beschichtungsversagensanalyse sowie Verbesserungskonzepte.

Etikett: #DSC #EDS #EIS #FTIR #SEM #Coating失效分析 #涂料技术文献