Einleitung: Beschichtungen – im Eimer wie Honig, unter dem Pinsel wie Wasser, an der Wand wie Stein.
Die Beschichtung benötigt im ruhenden Zustand im Gebinde eine hohe Viskosität zur Sedimentationsverhinderung – beim Rühren fällt die Viskosität abrupt ab – auf der Vertikalfläche stoppt der Fließvorgang ohne Ablaufen (kein Sagging) – zugleich muss zuvor das Leveling die Pinselstriche beseitigen. Die Viskosität muss bei unterschiedlichen Scherraten um 3–4 Größenordnungen variieren. Dies ist der Kern der Rheologie – die Optimierung der Viskositätskurve – der ewige Widerspruch zwischen Sagging (hohe Viskosität) und Leveling (niedrige Viskosität) auszubalancieren.

Die Rheologie von Beschichtungen untersucht das Viskositätsverhalten bei unterschiedlichen Scherraten – von der Lagerung (niedrige Scherung/ruhend) über die Applikation (hohe Scherung/Spritzen) bis zum Ablaufen/Niveauieren (Übergang bei mittleren bis niedrigen Scherraten). Durch die Wahl von Verdickungsmitteln (HEUR assoziativ – bestes Gleichgewicht; HASE alkalilöslich; Bentonit Kartenhausstruktur) wird ein Kompromiss zwischen Ablaufschutz, Niveauierung und Absetzschutz erreicht.

FAQ
Q1: Warum ist HEUR die optimale Lösung, um Ablaufen und Nivellieren auszubalancieren?Zwei hydrophobe Endgruppen + PEG-Langkettstruktur – bei niedriger Scherung: hydrophobe Endgruppen bilden Brücken mit Latexpartikeln → hohe Viskosität → anti-ablaufend; bei hoher Scherung: Endgruppen werden abgerissen → niedrige Viskosität → gute Zerstäubung; Scherung stoppt: Endgruppen werden allmählich re-adsorbiert → Viskosität erholt sich – hinterlässt ein 1–2 Minuten Nivellierfenster. HEUR assoziiert mit Latexpartikeln statt der wässrigen Phase zu verdicken – bei hoher Scherung bleibt die wässrige Phase nicht klebrig – Nivellierung besser als bei herkömmlichem HEC.
Q2: Was stellt die Thixotropie-Schleifenfläche dar? Ist größer besser?Eine große Fläche = langsame Strukturrückbildung = lange Ablaufzeit. Aber zu groß → keine ausreichend hohe Viskosität erreicht → bereits abgesackt. Die optimale Fläche ist mittel bis eher klein – präzise Auslegung der Rückbildungsgeschwindigkeit.
Q3: Was steuern ICI und KU jeweils?ICI (>10000 s-1) simuliert Spritzen – zu niedrig (3 P) Orangenhaut. KU (~200 s-1) simuliert Streichen – zu niedrig (120) zieht schwer. Optimales KU/ICI ≈ 50–80 ist das Goldfenster.

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Zusammenfassung
Rheologie – bei niedriger Scherung hohe Viskosität zur Antiabrinnausrüstung – bei hoher Scherung niedrige Viskosität für Zerstäubung und Fließvermögen – thixotrope Hysterese eröffnet das Fließfenster. HEUR ist der ausgewogenste Verdicker. Kexin New Materials bietet Unterstützung bei Rheologieoptimierung und thixotroper Modifizierung – für die perfekte Abstimmung der drei Zustände im Gebinde, beim Auftrag und an der Wand.