Wie prüft man die Schichtdicke korrekt? Ein professioneller Leitfaden zur Sicherstellung der Projektkonformität.

2026-01-29 · Einstufung: Technical Knowledge

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Im Bereich der industriellen Beschichtung liegt der Unterschied, ob ein Projekt 2 oder 20 Jahre hält, oft in jenen wenigen Dutzend Mikrometern (μm). Ist die Beschichtung zu dünn, versagt der Schutz; ist sie zu dick, besteht Rissgefahr und es werden unnötige Kosten verschwendet. Bei PZSSS betrachten wir die Qualitätskontrolle (QC) als unüberschreitbare Grenze. Im Folgenden finden Sie den fachgerechten Prozess zur korrekten Messung der Trockenfilmdicke (DFT):

Wie man die Schichtdickenmessung korrekt durchführt

1. Unterschied zwischen Nassfilmdicke (WFT) und Trockenfilmdicke (DFT)

  • Nassfilmdicke (WFT): Wird unmittelbar nach dem Aufspritzen des Lackes gemessen. Dies hilft dem Verarbeiter, die Spritzpistole in Echtzeit anzupassen, um sicherzustellen, dass der anschließende Trockenfilm die Anforderungen erfüllt.
  • Trockenfilmdicke (DFT): Die endgültige Dicke der Beschichtung nach vollständiger Aushärtung. Dies sind die offiziellen Daten für die Abnahme des Projekts, die Garantiebestätigung und die Konformitätsprüfung.

2. Professionelle Testwerkzeuge

  • Feuchteschichtdickenmesskamm (Comb Gauges): Wird zur Messung der WFT verwendet. Der Verarbeiter drückt die Zinken senkrecht in den nassen Lack und liest die höchste benetzte Skalierung ab.
  • Digitales Dickenmessgerät: Dieses hochpräzise Instrument nutzt das Prinzip der elektromagnetischen Induktion oder Wirbelströme, um den Abstand zwischen der Sonde und dem Metallsubstrat zu messen. Um genaue Daten zu gewährleisten, muss unbedingt ein kalibriertes professionelles Dickenmessgerät verwendet werden.

3. Das „90/10-Prinzip“ der Abnahme Fachnormen (wie ISO 12944 oder nationale Standards) verlangen nicht, dass jede einzelne Messwert absolut präzise ist. Die branchenübliche Regel lautet:

  • 90% der Messpunkte müssen die angegebene Dicke erreichen oder überschreiten.
  • Die verbleibenden 10% Messpunkte dürfen eine Dicke von nicht weniger als 80% der angegebenen Dicke aufweisen. Wenn man diesem Prinzip folgt, wird sowohl die Struktursicherheit gewährleistet als auch unnötiges Nachstreichen und Überarbeiten vermieden.

4. Die richtige Messmethode Verlassen Sie sich nicht auf einen einzelnen Messwert. Um einen genauen Durchschnittswert zu erhalten:

  • In einem münzgroßen Bereich sollten mindestens 3 bis 5 Messwerte erfasst und der Mittelwert berechnet werden.
  • Wiederholen Sie diesen Vorgang an verschiedenen Stellen der gesamten Struktur.
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit Ränder, Schrauben oder Schweißnähte, da sich dort Lack naturgemäß ansammelt oder verdünnt und die Messwerte oft nicht repräsentativ sind.

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