| Product Name | Wasserbasierte Epoxidbeschichtung KF-WI100 |
|---|---|
| Empfohlene Verwendung | Wasserbasierte Epoxidbeschichtung eignet sich für industrielle Beschichtungsanwendungen im Bereich wasserbasierte Epoxidbeschichtungen. |
| Zweckbeschränkung | Nur für industrielle Beschichtungszwecke. Wässrige Epoxidbeschichtungen reagieren empfindlicher auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit beim Auftragen als lösemittelhaltige — Anwendung bei <10 °C oder LF >85 % einstellen. Nicht für dauerhaft tauchende Umgebungen geeignet (KF-CW200 Abdichtung separat erhältlich). Die Salzspray-Beständigkeit wässriger Epoxyester-Lacke ist niedriger als die von lösemittelhaltigen Epoxid-Zinkstaub-Systemen, nicht für C5-Korrosionsumgebungen geeignet. |
| Hersteller | Kexin New Materials (Guangdong) Co., Ltd. |
| Produzent | Foshan Shunde Mingbang Chemical Industry Co., Ltd. |
| Anschrift | Shilong-Allee 19, Industriegebiet Xintang, Lunjiao, Shunde, Foshan, Guangdong |
| Notrufnummer | +86-0757-88793275 |
| Website | https://www.psste.com |
Sicherheitsdatenblatt (MSDS) – Wasserbasierte Epoxidbeschichtungen KF-WI100
Sicherheitsdatenblatt · GB/T 16483-2008 · 16 Abschnitte
1 Angaben zum Produkt und zum Unternehmen
2 Mögliche Gefahren
Gefahrenhinweise (Hazard Statements)
- Skin Irrit. 2: H315 Verursacht Hautreizungen
- Eye Irrit. 2: H319 Verursacht schwere Augenreizung
- Skin Sens. 1: H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen
Sicherheitshinweise (Precautionary Statements)
- P261: Einatmen von Sprühnebel/Aerosolen vermeiden.
- P280: Schutzhandschuhe/Schutzbrille tragen.
- P302+P352: Bei Hautkontakt: mit viel Wasser und Seife waschen.
- P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
- P333+P313: Bei Hautreizungen oder Hautausschlag: ärztlichen Rat einholen.
- P501: Abfälle einer Gefahrgut-Behandlungsanlage zuführen.
3 Angaben zu Bestandteilen
| Chemischer Stoff | CAS-Nummer | Konzentrationsbereich | GHS-Einstufung |
|---|---|---|---|
| Wässrige Epoxidharz-Dispersion (Water-borne epoxy resin dispersion, BPA-Typ, in Wasser emulgiertes Epoxidharz) | 25068-38-6 (Epoxidharz, 50-60 % Festgehalt, in Wasser dispergiert) | 40-60 % (als Epoxidharz-Dispersion, Feststoffgehalt 50-55 %) | Skin Irrit. 2 (H315), Eye Irrit. 2 (H319), Skin Sens. 1 (H317) — die Gefahren stammen hauptsächlich aus dem Feststoffanteil des Epoxidharzes. |
| Wässriger Aminhärtner (Water-reducible amine hardener / Amin-Addukt in wässriger Lösung) | Gemisch (keine einzelne CAS-Nr.); typische Amin-Rohstoffe: modifizierte Addukte aus 2855-13-2 (IPDA), 112-24-3 (TETA, Triethylentetramin) | Komponente B: 40-55 % (Aminaddukt-Feststoffgehalt in Wasser) | Skin Irrit. 2 (H315), Eye Irrit. 2 (H319), Skin Sens. 1B (H317), Aquatic Chronic 3 (H412) |
| Wasser | 7732-18-5 | 20-40 % (in der Rezeptur als Verdünnungsmittel und Dispersionsmedium) | Nicht gefährlicher Stoff |
| Propylenglykolmonomethylether (Propylene glycol monomethyl ether / 1-Methoxy-2-propanol) | 107-98-2 | 2-5 % (Ko-Lösemittel / Filmbildner) | Flam. Liq. 3 (H226), STOT SE 3 (H336); nach GHS: bei Konzentration <10 % wird das Gemisch nicht als entzündliche Flüssigkeit eingestuft |
| Flash-Rost-Inhibitor (Anti-Flash-Rust-Zusatz: organische Nitrit- oder Carboxylattypen) | 7632-00-0 (Natriumnitrit, NaNO₂, in einigen Rezepturen <1 %) | <1% | Ox. Sol. 3 (H272), Acute Tox. 3 (H301), Aquatic Chronic 2 (H411) — Konzentration sehr gering; das Gemisch insgesamt löst keine Einstufung aus. |
4 Erste-Hilfe-Maßnahmen
Einatmen (Inhalation)
Bringen Sie den Patienten an die frische Luft. In der Regel kein ernstes Risiko (wasserbasierte Beschichtungen enthalten sehr wenig VOC). Bei anhaltendem Husten oder Atemnot ärztlichen Rat einholen.
Hautkontakt
Mit viel fließendem Wasser und Seife gründlich waschen. Kontaminierte Kleidung ausziehen. Bei Reizung oder Ausschlag ärztliche Hilfe aufsuchen. Hinweis: Wässrige Epoxide enthalten weiterhin sensibilisierende Epoxidharzbestandteile — vernachlässigen Sie den Hautschutz nicht nur wegen der Bezeichnung 'wässrig'.
Augenkontakt
Mindestens 15 Minuten mit klarem Wasser spülen, dabei die Lider offen halten. Bei anhaltender Reizung ärztlichen Rat einholen.
Verschlucken (Ingestion)
Mit Wasser den Mund ausspülen (falls bei Bewusstsein). Kein Erbrechen auslösen. Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen.
Wichtigste Symptome und Wirkungen:Hautsensibilisierung — Erythem, Juckreiz, Kontaktekzem (Symptome können 24-48 Stunden nach Exposition auftreten). Augenreizung — Rötung, Tränenfluss. Akute Gesundheitsgefahren wasserbasierter Beschichtungen sind deutlich geringer als bei lösemittelbasierten, doch das hautsensibilisierende Risiko von Epoxidharz bleibt bestehen.
Zustände, die sofortige ärztliche Behandlung erfordern:Symptomatische Behandlung. Kein spezifisches Antidot. Für Epoxidharz-Allergiker ist erneute Exposition zu vermeiden.
5 Maßnahmen zur Brandbekämpfung
| Geeignete Löschmittel | Wasserbasierte Beschichtungen sind nicht brennbar — das passende Löschmittel je nach umgebender Brandquelle wählen: Wassernebel, CO₂, Pulver, Schaum. |
|---|---|
| Ungeeignete Löschmittel | Keine besonderen Einschränkungen (wasserbasiert, nicht brennbar). |
| Besondere Gefahren | Im Brandfall können ausgehärtete Epoxidbeschichtungen CO, CO₂, Aldehyde und Phenole freisetzen. Wässrige Epoxidbeschichtungen selbst unterstützen keine Verbrennung. |
| Besondere Schutzausrüstung für Einsatzkräfte | Feuerwehr: Standard-PSA + Umluftunabhängiges Atemschutzgerät (SCBA) (Vorgehen wie bei einem üblichen Gebäudebrand). |
Das Brandrisiko wasserbasierter Epoxidbeschichtungen ist deutlich geringer als bei lösemittelbasierten Produkten. Löschwasser kann Epoxid-/Aminbestandteile enthalten und soll möglichst zurückgehalten werden.
6 Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung
Personenschutz:Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen. Wasserbasiertes Produkt birgt kein Entzündbarkeitsrisiko. Hautkontakt vermeiden.
Umweltbezogene Hinweise:Größere Leckagen nicht in Gewässer gelangen lassen — Amine sind für Wasserorganismen giftig. Wasserbasiertes Epoxid dispersiert im Wasser (statt wie lösemittelbasierte Typen zu schwimmen), wodurch die Rückgewinnung schwieriger ist — rasch mit Saugmaterial aufnehmen.
Aufnahme- und Reinigungsverfahren:Mit saugfähigem Material aufnehmen (Sand, Sägemehl, Universalbindemittel). Falls teilweise ausgehärtet — mechanisch entfernen. Kontaminierte Flächen mit Wasser reinigen (Wassermenge möglichst gering). Spülwasser als gefährlichen Abfall erfassen; nicht in die Kanalisation einleiten.
7 Handhabung und Lagerung
Hinweise für sichere Handhabung
In gut belüfteten Bereichen verwenden. Obwohl der VOC-Gehalt sehr niedrig ist, soll das Einatmen von Sprühnebel vermieden werden. Hautkontakt vermeiden. Die Topfzeit nach dem Anmischen ist kürzer als bei lösemittelbasiertem Epoxid — in der Regel 2-4 Stunden bei 25 °C, bei erhöhter Temperatur kürzer. Bei niedriger Temperatur (<10 °C) härtet wasserbasiertes Epoxid nicht aus — Substrat- und Umgebungstemperatur müssen beide über 10 °C liegen. Verarbeitung bei relativer Luftfeuchte >85 % vermeiden (die Wasserabdunstung ist behindert, was zu Weißanlaufen und Haftfestigkeitsverlust führen kann).
Storage Conditions
Bei 5-35 °C kühl lagern. Wasserbasiertes Epoxid darf nicht einfrieren! Einfrieren bricht die Emulsion und das Produkt ist unbrauchbar. Behälter geschlossen halten — Verdunstung von Wasser verändert die Produkteigenschaften. Lagerfähigkeit: 12 Monate im Originalgebinde. Achtung: wasserbasierte Produkte sind anfälliger für bakterielle Kontamination als lösemittelbasierte — nach dem Öffnen möglichst bald verarbeiten. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
8 Belüftungs-/Schutzmaßnahmen
| Stoff | PC-TWA | PC-STEL | Standard |
|---|---|---|---|
| Propylenglykolmonomethylether (PM) | 50 ppm / 184 mg/m³ (PC-TWA, Haut) | 100 ppm / 368 mg/m³ (PC-STEL) | GBZ 2.1-2019; ACGIH TLV-TWA: 50 ppm |
| Epoxidharz (inerte Partikel, zur Referenz) | 8 mg/m³ (PC-TWA, Gesamtstaub) | — | GBZ 2.1-2019 Anhang A.12 (Referenz: inerte Stäube) |
Technische Schutzmaßnahmen
Wässrige Beschichtungen haben extrem niedrige VOC-Werte — unter normalen Anwendungsbedingungen werden die OEL-Werte in der Regel ohne besondere Lüftung eingehalten. Sprüharbeiten erfordern weiterhin örtliche Absaugung oder Raumlüftung zur Aerosolkontrolle. Not-Augenspülung vorsehen.
Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
| Atmungssystem | Streichen/Rollen: Atemschutz in der Regel nicht erforderlich (VOC sehr niedrig). Spritzen: Partikelfilter-Halbmaske (P2/P3) tragen. Epoxidharz-Allergiker müssen bei allen Arbeiten Atemschutz tragen. |
|---|---|
| Handschutz | Nitrilkautschuk-Handschuhe (≥0,3 mm) oder Chloropren-Kautschuk. Achtung: Ko-Lösemittel in wasserbasierten Rezepturen können die Hautpenetration fördern — kontaminierte Handschuhe umgehend wechseln. |
| Augenschutz | Spritzschutzbrille tragen. |
| Haut und Körper | Standard-Arbeitskleidung oder Einmalschutzkleidung. Kontaminierte Kleidung wechseln und waschen. |
9 Physikalische und chemische Angaben
| Appearance | Homogene milchig-weiße bis helle Emulsion/Flüssigkeit (Basis); hellgelbe Flüssigkeit (Härter) |
|---|---|
| Odor | Leichter Amingeruch, kein Lösungsmittelgeruch |
| pH Value | 7,0-9,5 (schwach alkalisch) |
| Siedepunkt / Siedebereich | ca. 100 °C (Wasser); ca. 120 °C (PM) |
| Flash Point | >100 °C (geschlossen, keine entzündbare Flüssigkeit) |
| Verdunstungsrate | langsam (Wasser als Verdünnungsmittel, ca. BuAc = 0,1-0,3) |
| Entzündbarkeit | Keine entzündbare Flüssigkeit (GB 30000.7, Flammpunkt >93 °C) |
| Explosionsgrenzen | Nicht zutreffend (wasserbasierte Systeme bilden keine explosiven Dampf-Luft-Gemische) |
| Dampfdruck | Etwa 2,3 kPa (20 °C, im Wesentlichen Wasserdampfdruck) |
| Relative Density | ca. 1,05-1,35 g/cm³ (20 °C) |
| Solubility | Wasser als Verdünnungsmittel; in jedem Verhältnis mit Wasser mischbar (flüssig). Nach der Aushärtung wasserunlöslich. |
| Viskosität | ca. 500-3.000 mPa·s (25 °C, Brookfield, produktabhängig) |
| Feststoffgehalt | 45-60 % (Vol.) |
| VOC-Gehalt | <80-100 g/L (gemäß GB 30981-2020) |
10 Stabilität und Reaktivität
| Reaktivität | Das Mischen von wasserbasiertem Epoxid mit wasserbasiertem Aminhärtner erzeugt eine Aushärtereaktion bei Raumtemperatur — die Reaktionsgeschwindigkeit ist niedriger als bei lösemittelbasierten Systemen. |
|---|---|
| Chemische Stabilität | Stabil unter empfohlenen Bedingungen. Wässrige Epoxid-Emulsionen sind frostempfindlich — nach dem Einfrieren irreversibel entemulgiert. |
| Möglichkeit gefährlicher Reaktionen | Die exotherme Reaktion nach dem Anmischen größerer Mengen ist milder als bei lösemittelbasierten Systemen (das Wasser wirkt wärmeabführend); dennoch sollten größere Mengen angemischten Produkts nicht in geschlossenen Behältern belassen werden. |
| Zu vermeidende Bedingungen | Frost (<0 °C) — irreversible Entemulgierung. Hitze (>50 °C) — beschleunigt die Reaktion, verkürzt die Topfzeit. Unbeabsichtigtes Vermischen mit starken Säuren und Laugen. |
| Unverträgliche Werkstoffe | Starke Oxidationsmittel, starke Säuren (pH<3), starke Laugen (pH>12) — können wässrige Epoxide schnell entemulgieren oder härteten. Bestimmte multivalente Metallsalze (z. B. Al³⁺, Fe³⁺) können die Emulsion brechen. |
| Gefährliche Zersetzungsprodukte | Aushärtung oder Verbrennung: CO, CO₂, NOx, Aminverbindungen, Aldehyde in Spurenmengen — ähnlich wie andere Epoxid-Systeme. |
11 Toxikologische Angaben
Acute Toxicity
| Expositionspfade | Kennwert | Testspecies |
|---|---|---|
| oral ld50 | >5.000 mg/kg (Ratte, wässrige Epoxidmischung, berechnet) | |
| dermal ld50 | >5.000 mg/kg (Kaninchen, berechnet) | |
| inhalation lc50 | Nicht zutreffend (VOC extrem niedrig, keine gefährlichen Dampfkonzentrationen) |
Weitere toxikologische Angaben
| Ätzende Wirkung auf die Haut / Reizung | Verursacht Hautreizungen (H315). Die Konzentration an freiem Amin in wasserbasierten Rezepturen ist niedriger als in lösemittelbasierten, aber weiterhin reizend. |
|---|---|
| Schwere Augenschädigung / Augenreizung | Verursacht Augenreizung (H319). Wasserbasierter Aminhärtner ist im Auge weniger ätzend als lösemittelbasierte Amine (durch Wasser verdünnt), muss aber dennoch gründlich gespült werden. |
| Kann bei Einatmen oder Berührung allergische Reaktionen hervorrufen | Enthält Epoxidharzbestandteile (der Molekulargewichtsbereich umfasst sensibilisierende Fraktionen) — kann Hautallergien verursachen (H317). In wässrigen Epoxiden liegt das Epoxidharz als Emulsion vor; die Aufnahme bei Hautkontakt kann niedriger sein als bei lösemittelhaltigen Systemen (da keine das Eindringen fördernden Lösemittel vorliegen), das Sensibilisierungsrisiko bleibt jedoch bestehen — nicht vernachlässigen. |
| Carcinogenicity | Nicht als krebserzeugend eingestuft. Die wässrige Rezeptur enthält keine IARC/NTP-Kanzerogene (in signifikanten Konzentrationen). |
| Spezifische Zielorgantoxizität – einmalige Exposition | Kein nennenswertes Risiko (niedrige VOC, PM <5 %, keine STOT-SE-3-Einstufung ausgelöst). |
| Spezifische Zielorgan-Toxizität - wiederholte Exposition | Keine bekannte spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition). Siehe Hautsensibilisierung. |
| Aspirationsgefahr | Keine — wasserbasierte hochviskose Flüssigkeit; keine Einstufung als Einatmungsgefahr. |
12 Ökologische Angaben
Ecotoxicity
| Art | Kennwert |
|---|---|
| fish 96h lc50 | >100 mg/L (wässrige Epoxidmischung, berechnet); Aminhärtner: LC₅₀ (Fisch) = 10-100 mg/L |
| daphnia 48h ec50 | >100 mg/L (Gemisch gesamt); Aminhärtner: EC₅₀ (Daphnia) ≈ 1-10 mg/L |
| algae 72h ec50 | >100 mg/L |
Beständigkeit und Abbaubarkeit
Wässrige Epoxidmischungen dispergieren in Wasser, lösen sich aber nicht — ungehärtetes Epoxidharz hydrolysiert/baut sich in Wasser langsam ab. Nach dem Aushärten liegt ein stabiler Festkörper vor. Propylenglykolmonomethylether (PM) ist leicht bioabbaubar (OECD 301: >90 % in 28 Tagen).
Bioakkumulationspotenzial
Das Molekulargewicht des Epoxidharzes ist groß (>900 g/mol) und die Polarität hoch, daher bioakkumulierbar ausgeschlossen. PM: log Kow < 1, BCF extrem niedrig.
Mobilität im Boden
Epoxidharz-Emulsionen sind im Boden wenig bis mäßig mobil (bewegen sich mit dem Wasser), können jedoch beim Kontakt mit Calcium-/Magnesium-Ionen im Boden brechen und unlösliche Ablagerungen bilden; die Mobilität nimmt ab. PM ist im Boden hoch mobil (log Koc ca. 0,5).
Weitere nachteilige Wirkungen
Aminhärter sind wassergefährdend (Kategorie 3). Große Mengen ungehärteten Produkts dürfen nicht in Gewässer gelangen. Ausgehärtete Epoxidbeschichtungen sind inert. Die Gesamt-Umweltbilanz wässriger Epoxide ist deutlich besser als die lösemittelhaltiger Systeme (VOC >90 % weniger, niedrige CO₂-Emissionen, geringerer Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen).
13 Disposal
Entsorgungsmethode:Flüssiger Lackrest und abgelaufener Härter: HW12 (Farb- und Lackabfälle, 900-299-12). Die Abfallentsorgung wässriger Beschichtungen entspricht der lösemittelhaltiger Systeme — lassen Sie sich nicht durch das Etikett 'wässrig' zu einer verdünnten Einleitung verleiten! Es bleibt gefährlicher Abfall. Empfohlene Entsorgung: Hochtemperaturverbrennung oder physikalisch-chemische Behandlung. Wässriges Spülwasser aus der Anlagenreinigung: sammeln und über die betriebliche Abwasserbehandlung (Fällung/Flockung + biologische Stufe) führen — nicht direkt einleiten.
Entsorgung verunreinigter Verpackungen:Nicht entleerte Behälter: HW49 (900-041-49). Wenn wasserbasierte Epoxidbehälter natürlich trocknen und aushärten dürfen (Rückstand wird zu einem inerten Feststoff), können entleerte Behälter als allgemeiner fester Abfall entsorgt werden (mit der örtlichen Umweltbehörde abklären). Kunststoffeimer: Recycling empfohlen (wenn sauber), sonst als gefährlichen Abfall entsorgen.
14 Transport Info
| UNNummer | UN3082 (umweltgefährlicher Stoff, Flüssigkeit, n.a.g., nur wenn der Aminhärtner die aquatische Kategorie chronisch 3 erfüllt und das Gesamtgewicht ≥5 kg beträgt); die meisten wasserbasierten Epoxidprodukte sind keine Gefahrgüter (nicht brennbar, nicht stark ätzend, nicht akut giftig). |
|---|---|
| Offizielle Transportbezeichnung | Umweltgefährdende Substanz, flüssig, n.o.s. (Epoxy-Härter) oder nicht transportgeregt |
| Gefahrgutklasse | Klasse 9 (kleine Mengen) oder nicht beschränkt |
| Verpackungsgruppe | PG III |
| Environmental Hazards | Ja (Aminhärtner); nein (Epoxidharz-Emulsionsbasis) |
| Besondere Vorkehrungen | Beim Transport vor Frost schützen (<0 °C). Vor Feuchtigkeit und Sonne schützen. |
15 Regulatory Info
Chinesische Vorschriften
- GB/T 16483-2008
- GB 30000-2013
- GBZ 2.1-2019
- GB 30981-2020 Grenzwerte für gefährliche Stoffe in industriellen Schutzbeschichtungen — wasserbasierte Industriebeschichtungen VOC <200 g/L
- GB/T 35602-2017 Bewertung grüner Produkte — Beschichtungen; anwendbar auf wasserbasierte Epoxidbeschichtungen
- Verzeichnis der gefährlichen Chemikalien (Ausgabe 2015) — wasserbasierte Epoxidstoffe sind in der Regel nicht gelistet (nicht brennbar, nicht akut giftig)
- Nationales Verzeichnis gefährlicher Abfälle (Ausgabe 2025) — Farbabwefälle bleiben gefährliche Abfälle
Internationale Vorschriften
- EU REACH (EG) Nr. 1907/2006 — die Bestandteile wässriges Epoxidharz und Aminhärtner sind registriert
- EU CLP 1272/2008
- US OSHA HazCom 2012
- RoHS 2011/65/EU — wasserbasiertes Epoxid konform
- EU Ecolabel für Innen- und Außenfarben und Lacke (2014/312/EU) — wässrige Epoxid-Bodenbeschichtungen/Metallbeschichtungen können beantragt werden
16 Sonstige Angaben
Überarbeitungsdatum:2026-06-08
Version:1.0
Literaturverweise
- ECHA Registered Substances Database (echa.europa.eu)
- NIOSH Pocket Guide to Chemical Hazards (cdc.gov/niosh/npg)
- PubChem Compound Database (pubchem.ncbi.nlm.nih.gov)
- GBZ 2.1-2019 Grenzwerte für die berufliche Exposition gegenüber Gefahrstoffen am Arbeitsplatz — Chemische Gefahrenfaktoren
- GBZ/T 195-2007 Spezifikation zum Arbeitsschutz in Arbeitsbereichen mit organischen Lösemitteln
- IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans
Abkürzungen
GHS: Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals; PC-TWA: Permissible Concentration-Time Weighted Average; PC-STEL: Short Term Exposure Limit; OEL: Occupational Exposure Limit; PPE: Personal Protective Equipment; LD₅₀: Lethal Dose 50%; LC₅₀: Lethal Concentration 50%; EC₅₀: Effect Concentration 50%; BCF: Bioconcentration Factor; Kow: Octanol-Water Partition Coefficient; SCBA: Self-Contained Breathing Apparatus; PBT: Persistent, Bioaccumulative and Toxic; vPvB: very Persistent and very Bioaccumulative; COA: Certificate of Analysis
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