In der Phase der Beschichtungsausführung ist Wasser der „Erzfeind“ von Industrielacken. Hohe Luftfeuchtigkeit und plötzliche Regenfälle können eine Reihe von Problemen verursachen, von „Weißanlaufen“ (weißliche Beschichtung) bis hin zu schlechter Haftung und sogar zum vorzeitigen Versagen der gesamten Beschichtung. Der Bauzeitenplan erlaubt es uns jedoch oft nicht, unbegrenzt auf sonniges Wetter zu warten. PZSSS hat für Sie ein technisches Konzept zusammengestellt, das Ihnen hilft, die Herausforderungen der Bauausführung in der Regenzeit zu bewältigen.


1. „3-Grad-Prinzip“: Der Taupunkt ist der entscheidende Faktor Bei feuchtem Wetter ist der wichtigste Faktor der Taupunkt (Dew Point).
- Kernprinzip: Die Temperatur der Substratoberfläche muss mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur der Luft liegen.
- Wenn der Temperaturunterschied zu gering ist, bildet sich auf der Metalloberfläche ein mikroskopisch dünner Wasserfilm, der mit bloßem Auge kaum sichtbar ist und die starke Haftung des PZSSS-Grundiers mit dem Substrat behindert. Vor der Verarbeitung muss diese Bedingung unbedingt mit einem digitalen Thermo-Hygrometer überprüft werden.
2. Strenge Überwachung der maximalen Luftfeuchtigkeit Für die meisten Hochleistungsbeschichtungen (insbesondere Epoxidharze) sollte bei einer relativen Luftfeuchtigkeit (RH) von über 85% nicht beschichtet werden.
- Ausnahme: Manche speziellen PZSSS feuchtigkeitshärtende Polyurethane benötigen tatsächlich eine geringe Menge an Feuchtigkeit, um auszuhärten.
- Warnung: Bei Standardfarben kann eine hohe Luftfeuchtigkeit das Lösungsmittel im Lackfilm einschließen, was dazu führt, dass der Lackfilm weich und klebrig bleibt und nie die gewünschte Härte erreicht.
3. Notfallplan: Was tun, wenn während der Bauarbeiten plötzlich Regen einsetzt?
- Sofort stoppen: Sobald es zu regnen beginnt, sofort das Sprühen einstellen und alle geöffneten Farbeimer versiegeln.
- Schadensbeurteilung: Wenn der Lack im noch feuchten Zustand vom Regen getroffen wird, entstehen auf der Oberfläche kraterartige Vertiefungen. Nach dem Trocknen müssen diese Bereiche angeschliffen und neu lackiert werden.
- Streng verboten: "Überdecken" von Feuchtigkeit: Streichen Sie niemals auf Oberflächen, die "scheinbar" trocken sind, sich aber noch immer kühl und feucht anfühlen. Verwenden Sie einen industriellen Heißluftgebläse, um sicherzustellen, dass der Untergrund vollständig trocken ist.

