Automobillackfarben und -effekte: Metallic-Lack, Perlglanzlack und winkelabhängige Farbwirkung

2026-07-28 · Einstufung: Technical Knowledge

🌐 Dieser Artikel wurde automatisch von einer KI übersetzt; der Originaltext ist auf Chinesisch. Bei Fragen konsultieren Sie bitte den chinesischen Originaltext. · Original auf Chinesisch ansehen

Automobilkarosserie mit wechselndem Glanz von Metallic-Lack und Perlglanzlack aus verschiedenen Winkeln, blau-violette Farbverschiebung je nach Winkel

Warum sieht ein und dasselbe Auto, in ein und derselben Farbe, in der Sonne bei einer Drehung des Winkels plötzlich „ganz anders“ aus? Warum finden viele nach einer Lackierung in der 4S-Werkstatt, dass die „Farbabweichung etwas seltsam“ ist? Die Antwort liegt fast immer in zwei Begriffen: Automobil-Metallic-Lack, Perlglanzlack und dem von beiden gemeinsam erzeugten „Farbwechsel je nach Winkel“ (flake flop / angle-dependent color) Effekt. Dieser Artikel beginnt bei den optischen Prinzipien und erklärt klar die Ausrichtung von Aluminiumflakes, die Interferenzfarben von Glimmer sowie die Unterschiede zu pigmentierten Farben, und kombiniert dies mit dem Basislack + Klarlack (basecoat + clearcoat) System sowie Spritzparametern, um Ingenieuren, Coloristen und Reparaturlackierern einen praxisnahen Verständnisrahmen zu bieten.

Als Lieferant von Automobilbeschichtungen und zugehörigen Systemen bietet Kexin New Materials (kexinMaterials) ausgereifte Lösungen im Bereich Basislack, hochfeststoffhaltigem 2K-Klarlack und Reparaturzubehör. Die optischen und verarbeitungstechnischen Punkte in diesem Artikel gelten auch für die Bewertung unserer Metallic-/Perlglanzlack-Produktauswahl für OEM- und Reparaturmärkte. Wenn Sie gerade ein Farb- und Effektsystem für OEMs oder Reparaturwerkstätten aufbauen, können Sie zunächst unseren Leitfaden zur Auswahl wasserverdünnbarer/lösemittelhaltiger Beschichtungen konsultieren, um Untergrund, VOC-Grenzwerte und Verarbeitungsbedingungen vorab festzulegen.

I. Was genau ist der Farbwechsel je nach Winkel (flop)

„Farbwechsel je nach Winkel“ ist die Branchenbezeichnung für „optische Effekte, die sich mit dem Beobachtungswinkel ändern“, auf Englisch oft flop, flip-flop oder angle-dependent effect genannt. Eine normale pigmentierte Farbe (solid color, auch Unilack genannt) zeigt aus verschiedenen Winkeln betrachtet nahezu unveränderte Helligkeit und Farbton; bei Metallic-Lack und Perlglanzlack hingegen treten beim Wechsel zwischen Frontalansicht (senkrecht zur Lackoberfläche) und Seitenansicht (Streifwinkel) deutliche Helligkeits- oder sogar Farbtonverschiebungen auf.

Ursache dieses Effekts sind die im Lackfilm schwebenden „Effektpigmente“ (effect pigments) – hauptsächlich Aluminiumplättchen (Metallic-Lack) und Glimmer/Perglanzplättchen (Perlglanzlack). Sie wirken wie winzige Spiegel oder dünne Filme und reflektieren das einfallende Licht in bestimmte Richtungen. Wenn sich Ihr Blickwinkel ändert, ändern sich die Intensität und Wellenlänge des Lichts, das „zurück zum Auge geschickt“ wird, sodass das bloße Auge sieht, dass „die Farbe sich bewegt“.

Ein qualitatives Fazit muss betont werden: Der Farbwechsel je nach Winkel ist keine Farbänderung des Pigments selbst, sondern eine Überlagerung der Änderung der Reflexionsrichtung in der geometrischen Optik mit (bei Perlglanzlack) der wellenlängenselektiven dünnen Schichtinterferenz. Dies zu verstehen, ist die Wurzel für alle nachfolgenden Verarbeitungskontrollen.

1.1 Wie man den „Farbwechsel je nach Winkel“ quantifiziert: Mehrwinkelspektralphotometer

Da sich der Effekt mit dem Winkel ändert, reicht ein gewöhnliches 45°/0°- oder d/8°-Einfachwinkel-Farbmessgerät nicht aus – es liest nur bei einer festen Geometrie und erfasst den flop nicht. Die Branche verwendet Mehrwinkelspektralphotometer (multi-angle spectrophotometer), die üblicherweise gleichzeitig bei folgenden drei Beobachtungsgeometrien messen:

  • 25° (nahe Frontalansicht): Erfasst Helligkeit und Farbton der „direkten Betrachtung“, entspricht dem hellsten Winkel des Metallic-Lacks.
  • 45° (mittlerer Winkel): Nahe dem üblichen Betrachtungswinkel des menschlichen Auges auf ein Auto, Hauptkriterium für die Farbanpassung.
  • 75° (Streifwinkel/Seitenansicht): Entspricht dem Winkel „von der Seite betrachtet wirkt dunkel“, Schlüsselwert für die flop-Differenz.

Mit den L*- (Helligkeit), a*-, b*-Differenzen dieser drei Winkel lässt sich die Differenz „vorne hell, seitlich dunkel“ zahlenmäßig erfassen. Wenn ein Colorist sagt „dieses Silber hat einen zu großen/zu kleinen flop“, ist dies im Wesentlichen die Helligkeitsdifferenz (ΔL*) zwischen 25° und 75°, die die Zieltoleranz überschreitet. Ohne Mehrwinkeldaten bleiben Chargenkonsistenz und Reparaturabglich von Metallic-Lack und Perlglanzlack dem „bloßen Auge des erfahrenen Meisters“ überlassen, und das Auge neigt unter verschiedenen Lichtquellen stark zu Fehlurteilen.

1.2 Auch die Beleuchtung täuscht das Auge: Metamerie und Standardlichtquellen

Neben dem Farbwechsel je nach Winkel gibt es eine oft übersehene Variable: die Lichtquelle. Metallic-Lack und Perlglanzlack können unter verschiedenen Lichtquellen (Tageslicht D65, Ausstellungsraumfluoreszenz, Natriumdampflampen in Tiefgaragen) aufgrund unterschiedlicher Reflexionsspektren von Aluplättchen/Glimmer „hier gleich aussehen, dort aber nicht“ – dies ist Metamerie (metamerism). Daher müssen Farbanpassung und Abnahme in einer Standardlichtkabine (z. B. mit D65-dominierten Mehrfachlichtquellen) erfolgen, und Mehrwinkel-Messwerte als harte Kriterien gelten, statt sich allein auf den visuellen Eindruck an einem Ort zu verlassen.

Schematische Darstellung der parallelen Ausrichtung von Aluminiumflakes im Lackfilm unter dem Mikroskop und der Reflexion aus verschiedenen Beobachtungswinkeln

II. Metallic-Lack: Die flake orientation von Aluminium

2.1 Wie Aluminiumfunken erzeugt werden

Das Kern-Effektpigment des Automobil-Metallic-Lacks (metallic paint) sind blättchenförmige Aluminiumflakes (aluminum flake). Aluminium wird aus Aluminiumbarren zerstäubt oder kugelgemahlen zu extrem dünnen schuppenförmigen Partikeln, typischerweise mit einer Dicke von einigen Dutzend Nanometern bis ein bis zwei Mikrometern und einem Durchmesser von wenigen bis Dutzenden Mikrometern. Ihr Querschnitt ist eine spiegelartige metallische Reflektionsfläche.

Wenn die Aluplättchen im Lackfilm „flach liegen“, weitgehend parallel zueinander und parallel zur Untergrundoberfläche angeordnet sind, erfolgt an den Oberflächen zahlreicher Plättchen eine Spiegelreflexion des einfallenden Lichts, die einen hellen, gebündelten „Metallfunken“ (sparkle / glint) erzeugt. Je feiner die Plättchen und je flacher die Anordnung, desto feiner das Funkeln; je gröber die Plättchen, desto „freier“ das Funkeln und stärker die Körnigkeit.

2.2 Was ist flake orientation (Ausrichtung der Aluplättchen)

flake orientation bezeichnet die Verteilung der Ausrichtung der Aluplättchen im trocknenden Lackfilm. Der Idealfall ist „die überwiegende Mehrheit der Plättchen parallel zum Untergrund“. Je besser die Ausrichtung, desto gebündelter die Reflexion bei Frontalansicht und desto stärker der Metalleffekt; je schlechter die Ausrichtung (Plättchen liegen wirr oder stehen auf), desto mehr wird Licht diffus gestreut, der Metalleffekt schwächt sich ab, die Farbe wirkt grau und dunkel.

Viele Faktoren beeinflussen die flake orientation, im Verarbeitungskapitel später gebündelt erklärt, aber merken Sie sich mechanistisch zunächst drei Punkte:

  • Die Plättchen müssen „im fließenden Nassfilm plattgezogen werden“, daher ist die Verdunstungsgeschwindigkeit des Lösemittels (Flash-off) entscheidend – bei zu schnellem Flash-off werden die Plättchen „eingefroren“, bevor sie sich legen können; bei zu langsamem sinken sie ab und die Ausrichtung verschlechtert sich.
  • Die Zerstäubung und der Fan-Winkel des Spritzens „klopfen“ die Plättchen in Richtung Untergrund; Luftdruck und Pistolenabstand beeinflussen die Ausrichtung direkt.
  • Die Schichtdicke bestimmt, wie viele Lagen Plättchen vorhanden sind und wie ordentlich sie liegen; zu dünn passen keine Plättchen, zu dick ist die Ausrichtung zwischen den Lagen ungleichmäßig.

2.3 Das Gesetz des „Frontal-Seitlich-Farbunterschieds“ beim Metallic-Lack

Der häufigste flop beim Metallic-Lack zeigt sich so: Frontalansicht (face) eher hell und heller; Seitenansicht (flop / profile) eher dunkel und tiefer. Grund: Bei Seitenansicht reflektieren die parallel zur Oberfläche liegenden Plättchen das Licht in andere Richtungen, der zum Auge zurückkehrende Spiegelanteil nimmt ab, und man sieht hauptsächlich die Absorption des Pigmentkörpers und wenig Streuung, wodurch die Helligkeit sinkt. Bei der Farbtonabstimmung ist die Kontrolle dieser „vorne hell, seitlich dunkel“-Differenz der Schlüssel zum Aussehen des Metallic-Lacks.

III. Perlglanzlack: Interferenzfarben von Glimmer/Perglanzplättchen

3.1 Nicht „echte Perlen“, sondern beschichteter Glimmer als dünner Film

Das Effektpigment des Perlglanzlacks (pearlescent / mica paint) sind üblicherweise Glimmerplättchen mit Metalloxidbeschichtung (am typischsten Titandioxid TiO₂, aber auch Eisenoxid u. a.). Glimmer selbst ist ein transparentes Plättchen, die Beschichtung wirkt wie ein „optischer Film“.

3.2 Interferenzfarbe: Wie der dünne Film Wellenlängen „auswählt“

Trifft Licht auf das beschichtete Glimmerplättchen, reflektiert es an Ober- und Unterseite des Films jeweils separat, und die zwei reflektierten Strahlen interferieren. Das Interferenzergebnis hängt von Filmdicke und Lichtwellenlänge ab: Bestimmte Wellenlängen werden durch konstruktive Interferenz verstärkt, andere durch destruktive geschwächt, sodass das Glimmerplättchen eine „sich mit der Dicke ändernde Farbe“ zeigt – dies ist die Interferenzfarbe (interference color).

Das Schönste: Da Glimmer transparent ist, kann das Licht hindurchgehen, von der Farbschicht reflektiert werden und ein zweites Mal durch den Film treten; daher wirkt die „Tiefe“ des Perlglanzlacks meist weicher und saftiger als beim Metallic-Lack, als gäbe es „ein zweites Licht“ im Film. Das ist auch der Grund, warum Perlweiß und Perlblau „lebendiger“ wirken als gewöhnliches Weiß und Blau.

3.3 Der Farbwechsel je nach Winkel ist beim Perlglanzlack komplexer als beim Metallic-Lack

Metallic-Lack zeigt vor allem „Helligkeits-flop“; Perlglanzlack hat zusätzlich zur Helligkeit oft einen Farbton-flop – z. B. von grün bei Frontalansicht zu gold bei Seitenansicht, oder blau zu violett. Grund: Die Interferenzfarbe selbst ändert sich mit dem Beobachtungswinkel (die konstruktive Wellenlänge der Schichtinterferenz ändert sich mit dem optischen Gangunterschied), plus der Überlagerung von Transmission-Reflexion des transparenten Glimmers, wodurch die Farbtonverschiebung deutlicher ist.

Coloristen nennen Perlglanzlack daher „dreischichtiges Licht“: Die Kopplung aus Farbschicht-Absorption, Glimmer-Interferenz und Klarlack-Oberflächenreflexion. Um eine Perlfarbe zu reproduzieren, reicht die Farbkonzentrat-Formel nicht, man muss auch Partikelgröße, Beschichtungsdicke und Ausrichtung der Effektpigmente reproduzieren.

Optische Schemadarstellung der dünnen Schichtinterferenzfarbe durch Titandioxid-beschichtete transparente Glimmerplättchen, mit blau-violettem Verlauf

IV. Pigmentierte Farbe, Metallic-Lack, Perlglanzlack: Eine Gesamtvergleichstabelle

Wenn man alle drei in einer Tabelle zusammenfasst, werden Auswahl und Kommunikation viel klarer. Die folgende Tabelle basiert auf gängigen Prozessen von Automobil-Reparatur-/OEM-Systemen (Basislack + Klarlack, basecoat + clearcoat) und öffentlichen technischen Unterlagen, überwiegend qualitativ mit Kennzeichnung der Herkunft key-Werte.

Vergleichsdimension 实色漆(本色漆 / Solid) Metallic-Lack(Metallic / Aluminiumpulver) Perllack(Pearl / Glimmer)
Effektpigmente Keine (nur konventionelle Farbpigmente) Flächiges Aluminiumpulver Mit Metalloxiden (TiO₂ etc.) beschichtete Glimmerschuppen
Optischer Mechanismus Pigmentabsorption + diffuse Reflexion Spiegelreflexion der Aluminiumschuppen (Steuerung durch Flake-Orientierung) Dünnfilminterferenz + Transmissionsüberlagerung (Interferenzfarbe)
Winkelabhängige Farbänderung Fast keine (vorne und seitlich gleich) Deutlich, meist Helligkeits-Flop (vorne hell, seitlich dunkel) Deutlich, kann Farbton-Flop enthalten (vorne und seitlich unterschiedliche Farbe)
Visuelle Textur Flach, rein Funkelnd, metallisch, körnig Sanft, tief, Perlglamz
Typisches System Meist 1K-Einfarblack oder 2K-Einfarblack 1K-Basislack + 2K-Klarlack 1K-Basislack + 2K-Klarlack
Reparaturschwierigkeit Niedrig (kann ohne Klarlack oder als Einfarblack in einem Gang gespritzt werden) Mittel bis hoch (empfindlich gegen Orientierung und Schichtdicke) Hoch (Interferenzfarbe extrem empfindlich gegen Prozess)
Abstimmungspunkte Farbton, Helligkeit, Deckkraft Silberkorngröße + Flop-Kontrast Interferenzfarbton + Tiefe + Flop
Häufige Fehler Laufen, Orangenhaut Blühen, Aluminiumflecken, zu großer Unterschied vorne/seitlich Verfärbung, Trübung, ungleichmäßige Glimmeranordnung
Repräsentative Farben Reinrot, Reinsschwarz, Technikweiß Silber, Champagner, Waffengrau, Funkelblau Perlwweiß, Perlblau, Schillergrün

Diese Tabelle ist das ”Ergebnis“, im Folgenden wird die ”Ursache“ erklärt – insbesondere, warum Metallic-Lack und Perllack fast immer die zweischichtige Struktur ”Basislack + Klarlack“ verwenden.

Fünf. Basislack + Klarlack: Warum Effektpigmente ”unter dem Klarlack versteckt“ werden

5.1 Universelle Struktur für OEM und Reparatur

Moderne Automobil-Decklacke sind allgemein zweischichtig ”Basis + Klarlack“:

  • Basislack (Basecoat): Trägt Farbe und Effektpigmente (Aluminiumpulver/Glimmer), meist nicht lackglänzender 1K (Einkomponenten, lösemittelverdunstungshärtend) oder niedriger Schichtdicke 2K.
  • Klarlack (Clearcoat): Transparenter 2K-Polyurethan, als äußerste Schicht aufgetragen, liefert Glanz, Wetterbeständigkeit, Kratzfestigkeit und chemische Beständigkeit.

Laut Übersicht der Automobillacksysteme im Forschungsarchiv umfasst der OEM-Vier-Prozess: Vorbehandlung → Kathodische Elektrotauchlackierung (CED) → Zwischenbeschichtung → pigmentierte Farbe → Klarlack (Einbrennen); das Reparatursystem besteht aus Einkomponenten (1K-Basislack + 2K-Klarlack), Zweikomponenten (2K) Einfarblack oder Einkomponenten-Einfarblack. Das heißt, Metallic-Lack und Perllack folgen bei OEM und Reparatur fast einheitlich der Route ”1K-Basis + 2K-Klarlack“.

5.2 Warum man die Effektpigmente nicht direkt in die Oberfläche des Decklacks geben kann

Aluminiumpulver/Glimmer unter die Klarlackschicht zu legen hat drei Bedeutungen:

  1. Effektpigmente schützen: Der Klarlack isoliert UV-Strahlung, Saure Regen und Waschstraßenreibung, verhindert Oxidation und Dunkelwerden des Aluminiumpulvers sowie Zerkratzen der Glimmerschicht.
  2. Flop stabilisieren: Schichtdicke und Lösemittelrhythmus des Basislacks bestimmen die Orientierung, der obere Klarlack stört sie nicht, das Effekt ist reproduzierbar.
  3. Aussehen verbessern: Der Klarlack liefert Hochglanz (Hochglanz kann über 85 GU erreichen, laut GB/T 9754 / ISO 2813 Glanzmessung) und kapselt das ”Funkeln“ des Basislacks zu spiegelglatter Textur.

Laut Technischen Daten des AkzoNobel Lesonal 2K-Klarlacks (288 HS) im Archiv: Dieser ist ein Zweikomponenten-Acryl-Polyurethan, Mischverhältnis 2K-Klarlack : 728-Härter = 2 : 1 mit ca. 10% Verdünner, Spritzviskosität (DIN 4 @20℃) 13–16 s, Spritzpistole 1.2–1.4 mm, Luftdruck 1.7–2.2 bar (HVLP-Kappenseite ≤0.7 bar), Trockenfilmdicke DFT 50–60 µm, VOC ca. 538 g/L (Mischung). Der BASF Glasurit 923-666 HS Klarlack ist ein 2K-Acryl-Polyurethan, Feststoffgehalt (gebrauchsfertige Mischung) 50–55%, VOC ≤ 419 g/L, Mischverhältnis Klarlack : 929-666 Härter = 2 : 1, DFT 40–60 µm, Bleistifthärte > 2H. Diese Klarlackparameter bestimmen zwar nicht den Flop, aber ob die ”Glasschicht über dem Basislack“ eben und langlebig ist – was indirekt Wahrnehmung und Lebensdauer des Effekts beeinflusst.

Automobil-Spritzplatz: Schematische Darstellung der zweischichtigen Prozessfolge, bei der der Techniker nach dem Spritzen des Basislacks auf Karosserieteile den Klarlack aufbringt

Sechs. Wie die Verarbeitung das Ergebnis bestimmt: Spritzpistole, Schichtdicke, Flash-off

Die beste Formulierung wird bei Verarbeitungsfehlern auch ”ruiniert“. Metallic-Lack und Perllack sind extrem empfindlich gegen Verarbeitung, die folgenden drei Punkte sind vor Ort am strengsten zu überwachen.

6.1 Spritzpistole und Zerstäubung: Aluminiumschuppen ”plattklopfen“

  • Pistolentyp und Düse: Im Repaturbereich üblich HVLP (Hochtransfereffizienz-Niederdruckpistole), Düse 1.2–1.4 mm Klasse (laut AkzoNobel Lesonal Daten). Zu klein: unzureichende Zerstäubung, grobe Aluminiumflecken; zu groß: leicht laufend.
  • Luftdruck: Kappenseitendruck muss im Prozessfenster liegen (z. B. HVLP-Kappenseite ≤0.7 bar laut Lesonal; Axalta-artige schnelltrocknende Klarlacke Kappenseite ca. 6–8 PSI). Zu niedriger Druck: Aluminiumschuppenorientierung chaotisch, blühend; zu hoher Druck: Aluminiumschuppen aufgestellt, seitlich dunkel.
  • Abstand und Geschwindigkeit: Zu naher Abstand erhöht Schichtdicke stark, leicht laufend; zu fern: mehr Lösemittelverdunstung, schlechte Aluminiumschuppenorientierung. Gleichmäßig, Überlappung 1/2–2/3 Fan-Breite ist Grunddisziplin.

Zur systematischen Auswahl von Spritzgeräten und Düsparametern siehe Werkzeuge und Geräte für wasserverdünnbare Farbe, wobei die Allgemeinkenntnisse über Pistole, Druck und Zerstäubungslogik ebenso für lösemittelhaltige Basislacke gelten.

6.2 Schichtdicke: Balancepunkt von Orientierung und Deckkraft

Die Schichtdicke des Basislacks bestimmt direkt die Anzahl der Effektpigmentschichten und die Orientierungsqualität. Bezug nehmend auf DFT 50–60 µm (Lesonal) oder 40–60 µm (Glasurit) des 2K-Klarlacks, ist der Basislack meist dünner (meist im Bereich 10–25 µm, je nach Formulierung). Zu dünne Schicht: Aluminiumschuppen/Glimmer nicht voll, schlechte Deckkraft, schwacher Flop; zu dicke Schicht: inkonsistente Orientierung zwischen Schichten, seitlich blühend, sogar laufend.

Eine praktische Erfahrung: Metallic-Lack und Perllack müssen nach ”mehrschichtig dünn spritzen“ verarbeitet werden – jeder Gang gibt den Aluminiumschuppen Zeit zum ”Flachlegen“, statt in einem dicken Gang. Daher betont die Reparaturprozess ”2 Gänge Nassspritzen“ statt ”1 Gang dickspritzen“.

6.3 Flash-off: Aluminiumschuppen ”Zeit zum Flachlegen geben“

Flash-off bezeichnet das Warten zwischen zwei Gängen oder zwischen Basislack und Klarlack, damit das Lösemittel auf ein geeignetes Maß verdunstet. Es ist der ”unsichtbare Hauptdarsteller“ der Flop-Kontrolle:

  • Flash-off unzureichend: Der nächste Spritzgang rührt den Nassfilm erneut auf, Aluminiumschuppenorientierung chaotisch, blühend.
  • Flash-off zu viel: Oberfläche häutet sich, danach gespritzter Klarlack haftet nicht, Orangenhaut oder Glanzverlust.

Das Flash-off-Fenster des lösemittelhaltigen Basislacks wird durch die Lösemittelkurve der Formulierung bestimmt (Kombination aus schnellen, mittleren, langsamen Lösemitteln). Auch Umgebungstemperatur ist entscheidend: Laut Archiv kann Reparaturtrocknung bei Raumtemperatur / 60℃ Einbrennen / Infrarot erfolgen, Topfzeit (pot life) 1–3h je nach Härter. Für den Basislack liegt zwar keine 2K-Härtung vor, aber Temperatur beeinflusst ebenso den Lösemittelverdunstungsrhythmus – im Sommer schnelles Flash-off, im Winter langsam, daher Abstand und Warten entsprechend anpassen.

Sieben. Unterstützungsansatz und Auswahlhinweise von Kexin New Materials

Zurück zur technischen Umsetzung. Ob Metallic-Lack und Perllack ”gut aussehen, gut reparierbar“ sind, liegt zur Hälfte an der Formulierung, zur Hälfte an Systemunterstützung und Verarbeitungsdisziplin. Die Empfehlung von Kexin New Materials (kexinMaterials) lautet:

  • Basislack und Klarlack müssen ”zueinander passen“: Lösemittelstärke und Trocknungsrhythmus des Klarlacks müssen zum Basislack passen, sonst wird der Basislack beim Überlackieren ”angefressen“. In unserer Kompatibilitätstabelle werden die verwendbaren Klarlackmodelle und Mischverhältnisse (z. B. 2 : 1 Klasse 2K-Acryl-Polyurethan) klar angegeben.
  • Zuerst Effekt, dann Farbe festlegen: Ob der Kunde ”fein funkelndes Silber“ oder ”Blau mit Violett-Flop“ will, bestimmt die Wahl der Aluminiumpulverkorngröße und Glimmerbeschichtungsdicke; nur den Farbton mit Farbmaster auf Farbkarte abzugleichen reicht nicht.
  • Verarbeitungsfenster in die Arbeitsanweisung schreiben: Pistolenabstand, Druck, Gangzahl, Flash-off-Zeit müssen quantifiziert werden, sonst unterscheidet sich das Ergebnis derselben Formulierung in verschiedenen Werkstätten stark.

Zur Überlackierung und Härtungsrhythmik über dem Basislacksystem (z. B. Abwägung von Raumtemperatur, 60℃ Einbrennen und Infrarot) siehe Trocknung und Härtung von wasserverdünnbarer Farbe, wobei die Diskussion über Trocknungsfenster, Temperatur und Endleistungsbeziehung mit der Härtungslogik von lösemittelhaltigem 2K-Klarlack übereinstimmt.

2.4 Zwei ”Charaktere“ des Aluminiumpulvers: Leafing und Non-Leafing

Aluminiumpulver für Metallic-Lack wird nach Oberflächenbehandlung in Leafing (schwimmend) und Non-Leafing (nichtschwimmend) unterschieden:

  • Bei schwimmfähigem Aluminiumpulver wurde die Oberfläche mit Stearinsäurederivaten behandelt; in der Nassfilmschicht steigt es auf und sammelt sich an der Oberfläche, bildet einen dichten „Aluminiumspiegel“, mit starker Deckkraft und extremem Metalleffekt, führt jedoch häufig zu schlechter Zwischenschichthaftung und schwieriger Überlackierbarkeit; in modernen Automobil-Decklacken wird es kaum noch verwendet.
  • Nichtschwimmfähiges Aluminiumpulver ist gleichmäßig im Lackfilm verteilt, die Ausrichtung ist kontrollierbar und die Verträglichkeit gut – es ist der Mainstream bei heutigen Automobil-Metallic-Lacken. Der Colorist wählt es genau deshalb, um den Flop der Verarbeitung und Formulierung zur feinen Kontrolle zu überlassen.

Zudem bestimmen die „Partikelgrößenverteilung“ und der „Formfaktor“ (Blättchenverhältnis thickness/diameter) des Aluminiumpulvers direkt die Funkelkörnung: feine schmale Verteilung = feiner seidiger Silberton; breite Verteilung + grobe Blättchen = kraftvoller Metallglanz. Dies sind die „Rohstoffsprache“ auf Formulierungsebene, aber die finale Ausrichtung muss in der Verarbeitung realisiert werden.

Teil 1 von 5: Das System in die echte Prozesstechnik einordnen: OEM-Elektrotauchlack und Umweltgrenzwerte für Fahrzeugbeschichtungen

Um den Kontext von „Basislack + Klarlack“ vollständiger zu machen, hier kurz das „Fundament“ darunter. Laut dem Prozessüberblick für Automobilbeschichtungen im Forschungsarchiv erfolgt vor dem Spritzen von Zwischenbeschichtung und pigmentierter Farbe beim OEM ein Untergrund mit kathodischer Elektrotauchlackierung (CED), typische Parameter: Spannung 200–350 V, Badfeststoff 15–20 %, pH 5,8–6,2, Temperatur 28–35 °C, wobei das Elektrotauchlack durch das elektrische Feld in die Karosseriefugen eindringt. Diese Schicht bestimmt den Korrosionsschutz des Substrats und die Haftungsbasis für nachfolgende Zwischenbeschichtung und pigmentierte Farbe.

Eine weitere „harte Restriktion“ sind Vorschriften. Laut dem Umweltnormen-Teil des Archivs unterliegen Fahrzeugbeschichtungen der GB 24409-2020 „Grenzwerte für schädliche Stoffe in Fahrzeugbeschichtungen“, die Grenzen für VOC, Blei/Cadmium/Quecksilber/Chrom und Benzole setzt; dies läuft parallel zur GB 30981-2020 für Industrie-Schutzbeschichtungen. Das heißt, die Basislack- und Klarlack-Konzepte von Metallic-Lack und Perleffekt-Lack müssen nicht nur „gut aussehen“, sondern auch den VOC in die Grenzwerte drücken (wie oben erwähnt: Glasurit-Klarlack VOC ≤ 419 g/L, Axalta-Schnelltrocknungs-Klarlack ca. 230 g/L bzw. 2,1 lb/gal, beides Beispiele für die Richtung hochfeststoffhaltig und niedriger VOC). Bei der Auswahl der Kombination sollten „Effekt“ und „Konformität“ gemeinsam berechnet werden – das ist der korrekte ingenieurtechnische Blickwinkel.

Teil 1 von 7: Fehlerbehebungstabelle für häufige Probleme bei Metallic-Lack/Perleffekt-Lack

Im Folgenden sind die häufigsten „Effekt-Pannen“ vor Ort in einer Tabelle zusammengefasst, damit Fachkräfte sie abgleichen können. Hinweis: Die meisten Fehlerursachen liegen bei der Flake-Orientierung und dem Trocknungsrhythmus.

Fehlerbild Mögliche Ursache Fehlersuche und Gegenmaßnahme
Sprenkelung (hell/dunkle Flecken) Ungleichmäßige Alublättchen-Ausrichtung, unzureichendes Trocknen vor Wirbelung durch Folgebeschichtung Trocknungszeit verlängern, Spritzgeschwindigkeit und -abstand stabilisieren, Solvenzprofil der Lösemittelkurve prüfen
Zu großer Front-Seiten-Unterschied (Seitenansicht zu dunkel) Zu hoher Druck stellt Alublättchen senkrecht, Schichtdicke zu hoch Auf Prozessdruckfenster reduzieren, mehrschichtiges Dünnspritzen anwenden
Alueffekt zu grob / stark körnig Alupulver zu grob, Zerstäubung unzureichend Feineres Alupulver verwenden, Zerstäubung erhöhen (innerhalb zulässigem Druck), Düse prüfen
Perlfarbe weicht ab Glimmerbeschichtung/Interferenzfarbe falsch formuliert, schlechte Ausrichtung Interferenzeigenschaften der Farbkomponente prüfen, Mehrwinkel-Messwerte kalibrieren
Kräuseln nach Klarlackierung Klarlack-Lösemittel zu aggressiv für Basislack, unzureichendes Trocknen Passenden Klarlack wählen, Trocknen des Basislacks verstärken, Klarlack-Schichtdicke kontrollieren
Glanzverlust/Orangenhaut Zu langes Trocknen, schlechte Klarlack-Verlaufseigenschaften, ungleichmäßige Schichtdicke Trocknen anpassen, Klarlack-Verarbeitungsparameter optimieren (z. B. Viskositätsfenster 13–16 s)
Reparatur-Farbabweichung Ungleiche Ausrichtung in verschiedenen Betrieben, kein Mehrwinkel-Vergleich Standardarbeitsanweisung erstellen, Abnahme mit Mehrwinkel-Messgerät statt Einzelwinkel-Sichtprüfung

Diese Tabelle kann als Schnellnachschlagekarte für das „Effekt-Qualitätstor“ in Werkstätten dienen. Ein wirklich stabiler Metall-/Perleffekt beruht auf dem Zusammenspiel von Formulierung, Kombination und Arbeitsdisziplin – nicht auf temporärem „Gefühl“.

Teil 2 von 7: Farbkomponenten und Formulierungssprache: Wie der Effekt „formuliert“ wird

In der Mischkammer werden Metallic-Lack und Perleffekt-Lack nicht mit einer einzelnen „Silberkomponente“ direkt aufgespritzt, sondern aus mehreren Farbkomponenten im Gewichtsverhältnis gemischt. Jede Farbkomponente enthält: Farbpigmente (liefern Farbton und Helligkeit), Effektpigmente (Aluminiumpulver oder Glimmer, liefern den Flop), Harz und Lösemittel (liefern Filmbildung und Ausrichtungsumfeld). Die Aufgabe des Coloristen besteht darin, neben dem „richtigen Farbton“ auch die „Menge, Partikelgröße und Ausrichtung der Effektpigmente“ auf das Ziel abzustimmen – weshalb dasselbe Silber mal „fein wie Seide“, mal „derb wie Sand“ wirkt.

Zwei ingenieurtechnische Hinweise zur Formulierung: Erstens gibt es bei Effektpigmenten eine Zugabemenge-Obergrenze; zu viel überdeckt sich gegenseitig und verschlechtert die Ausrichtung. Zweitens unterscheidet sich die „Benetzung“ von Alupulver je nach Harzsystem; in wasserverdünnbaren Systemen muss Alupulver zusätzlich oxidationsgeschützt beschichtet sein (in Wasser neigt Alu zu Wasserstoffentwicklung/Blasenbildung), sonst treten bei Lagerung und Verarbeitung Probleme auf. Dies ist einer der Gründe, warum Metallic-Lack bei der Wasser-Verdünnbarkeit von Fahrzeugbeschichtungen schwerer zu erschließen ist als Volltonfarbe.

Teil 3 von 7: Vom lösemittelhaltigen zum wasserverdünnbaren System: Neues Gleichgewicht zwischen Effekt und Konformität

Zurück zur Restriktion durch GB 24409-2020: Die Wasser-Verdünnbarkeit von Fahrzeugbeschichtungen ist der Haupttrend. Beim Umzug von Metallic-Lack und Perleffekt-Lack aus lösemittelhaltigen in wasserverdünnbare Systeme ist der „Farbwechsel bei Betrachtungswinkeländerung“ (Flop) eine der schwersten Eigenschaften zu erhalten: Oberflächenspannung und Verdunstungskurve von wasserverdünnbaren Systemen unterscheiden sich massiv von lösemittelhaltigen, das Ausrichtungsfenster für Alublättchen/Glimmer ist enger. Die Branche gestaltet meist die Harze und Additive der Farbkomponenten neu (z. B. Orientierungsadditive, Antisetzmittel) und engt in der Verarbeitung das Temperatur-/Feuchtefenster stärker ein (laut Archiv allgemeine Verarbeitungsumgebungsanforderungen: Temperatur 5–35 °C, relative Feuchte ≤ 80 %, Substrattemperatur mindestens 3 °C über Taupunkt – für Wasser noch empfindlicher).

Bei der Auswahl empfehlen wir daher, „Effektstabilität“ und „VOC-Konformität“ gleichrangig zu bewerten: Fragen Sie nicht nur „wie viel VOC“, sondern auch „lässt sich der Flop im tatsächlichen Temperatur-/Feuchtebereich der Werkstatt reproduzieren“. Dies ist auch ein Punkt, den Kexin New Materials (kexinMaterials) bei Automobil-Komplettlösungen wiederholt betont – wir liefern nicht eine isolierte Farbe, sondern einen geschlossenen Kreis aus „Basislack + Klarlack + Verarbeitungsfenster“, damit der Effekt unter konformen Bedingungen stabil reproduzierbar ist. Wenn Sie die Grenzen zwischen lösemittelhaltigen und wasserverdünnbaren Konzepten zuerst klären wollen, sehen Sie im Leitfaden zur Auswahl wasserverdünnbarer/lösemittelhaltiger Beschichtungen nach.

Zusammenfassend: Das „gute Aussehen“ von Metallic-Lack und Perleffekt-Lack ist keine Esoterik, sondern die ingenieurtechnische Realisierung zweier optischer Mechanismen – Alublättchen-Ausrichtung und Glimmer-Interferenz; wer Formulierung, Kombination und Verarbeitungsfenster feiner managt, desto stabiler und reproduzierbarer ist dessen Flop. Für Reparaturwerkstätten ist es verlässlicher, den Effekt in die Standardarbeitsanweisung zu schreiben und mit Mehrwinkel-Messgeräten abzunehmen, statt auf persönlichem Gefühl zu vertrauen.

8. Häufig gestellte Fragen

Frage: Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Metallic-Lack und Perleffekt-Lack?

Antwort: Metallic-Lack nutzt blättchenförmiges Aluminiumpulver für Spiegelreflexion und erzeugt hauptsächlich „Helligkeits-Flop“ (vorne hell, seitlich dunkel); Perleffekt-Lack nutzt Glimmerplättchen mit Metalloxid-Beschichtung für Dünnschichtinterferenz und zeigt neben Hell/Dunkel oft auch „Farbton-Flop“ (Farbwechsel bei Betrachtungswinkel), visuell weicher und tiefer.

Frage: Warum gibt es bei Metallic-Lack-Reparaturen leicht Farbabweichungen?

Antwort: Weil der Flop durch die Alublättchen-Ausrichtung bestimmt wird, und diese stark von Spritzdruck, Spritzabstand, Schichtdicke und Trocknungszeit beeinflusst wird. Bei gleicher Formulierung führt unterschiedliche Ausrichtung unter verschiedenen Verarbeitungsbedingungen zu verändertem Front-Seiten-Helligkeitsabfall, was das Auge sofort als „falsche Farbe“ wahrnimmt.

Frage: Ist der Farbwechsel bei Betrachtungswinkeländerung eine echte Farbänderung des Pigments?

Antwort: Nein. Es handelt sich um geometrische Optik, bei der die Reflexionsrichtung mit dem Betrachtungswinkel variiert, überlagert (bei Perleffekt-Lack) von wellenlängenselektiver Dünnschichtinterferenz. Die Pigmentchemie bleibt unverändert; es ändert sich die Richtung und Wellenlängenzusammensetzung des „zum Auge zurückkehrenden Lichts“.

Frage: Enthält Perleffekt-Lack echte Perlenbestandteile?

Antwort: Nein. „Perle/Pearl“ in der Branche bezeichnet Glimmerplättchen mit Titandioxid etc. Metalloxid-Beschichtung, die durch Dünnschichtinterferenz perlenartigen Glanz erzeugen – ohne Bezug zu natürlichen Perlen.

Frage: Warum bekommen Metallic-Lack und Perleffekt-Lack immer Klarlack, Volltonfarbe manchmal nicht?

Antwort: Effektpigmente oxidieren und verkratzen bei freier Bewitterung, und Klarlack kapselt das blinkende Basis in hochglänzendem Spiegel ein und sperrt UV ab; Volltonfarbe hat keine Effektpigmente, geringerer Oberflächenschutzbedarf, daher kann sie einfarbig oder mit separatem Klarlack erfolgen.

Frage: Ist bei Metallic-Lack-Spritzung höherer Druck gleich besserer Effekt?

Antwort: Nein. Zu hoher Druck stellt Alublättchen senkrecht, seitlich dunkel und sprenkelig; zu niedriger Druck führt zu schlechter Zerstäubung und grobem Alueffekt. Es sollte im Prozessfenster liegen (z. B. HVLP-Kappenende ≤ 0,7 bar) mit passendem Düsendurchmesser.

Frage: Wie beurteilt man die Trocknungszeit?

Antwort: Erfahrungsregel: „Oberfläche nicht mehr glänzend nass, Rückseite des Fingers berührt nicht klebend“; genauer ist die quantifizierte Wartezeit nach Lösemittelkurve der Formulierung und Umgebungstemperatur. Zu kurz trocken → Sprenkelung, zu lang → Orangenhaut/Glanzverlust.

Frage: Je dicker die Schicht, desto stärker der Metalleffekt?

Antwort: Kein monotoner Zusammenhang. Zu dünn: Alublättchen füllen nicht, Flop schwach; zu dick: ungleichmäßige Ausrichtung zwischen Schichten, seitlich sprenkelig und läufig. Mehrschichtiges Dünnspritzen im empfohlenen Schichtdickenfenster der Formulierung.

Frage: Beeinflussen Klarlack-Parameter (VOC, Härte) den Metall-/Perleffekt?

Antwort: Klarlack bestimmt den Flop nicht direkt, wohl aber Oberflächenglättung, Glanz und Haltbarkeit. Z. B. Glasurit 923-666 HS Bleistifthärte > 2H, VOC ≤ 419 g/L – solche Parameter sichern „das Glas über dem Basislack“ eben und haltbar, indirekt die optische Lebensdauer.

Frage: Kann man mit Volltonfarbe das Funkeln von Metallic-Lack erzeugen?

Antwort: Nein. Das Funkeln kommt von der Spiegelausrichtung blättchenförmigen Alupulvers; Volltonfarbe hat nur übliche Absorptionspigmente, ohne Effektpigmente kein Flop. Für Metalleffekt müssen Alupulver oder Glimmer-Effektpigmente zugefügt werden.

9. Empfohlene Literatur