I. Übersicht über Epoxid-Bodenbeschichtungen
Epoxid-Bodenbeschichtung ist ein zweikomponentiger Bodenanstrich auf Epoxidharz-Basis, der nach der Aushärtung einen harten, dichten Film bildet. Sie wird häufig in Industriehallen, Tiefgaragen, Laboren, Gewerbeflächen und ähnlichen Bereichen eingesetzt. Je nach Anforderung gibt es verschiedene Typen wie dünnschichtige Epoxidbeschichtung, selbstnivellierende Epoxidbeschichtung, Epoxidmörtel und ableitfähige Epoxidbeschichtung.
II. Standardisierter Ausführungsprozess
Schritt 1: Untergrundprüfung und -vorbereitung
Überprüfung der Festigkeit des Betonuntergrunds (≥ C25), der Ebenheit (2-m-Richtlatte ≤ 3 mm), des Feuchtigkeitsgehalts (≤ 8 %) und des Oberflächenzustands. Entfernen von Zementschlämme, Ölverschmutzungen, alten Beschichtungen usw. Ausbessern von Rissen und Löchern.
Schritt 2: Untergrund schleifen
Den Untergrund mit einer Bodenschleifmaschine vollständig schleifen, den Oberflächenzementhaut entfernen, die Rauheit erhöhen und die Haftung des Grundanstrichs verbessern. Nach dem Schleifen den Staub gründlich mit einem Industriestaubsauger entfernen.
Schritt 3: Applikation des Epoxid-Primers
Epoxidharz-Grundierung Komponente A und B im vorgegebenen Mischungsverhältnis mischen und gleichmäßig rühren, dann mit Rolle oder Glättkelle gleichmäßig auftragen. Die Grundierung dringt in die Kapillarporen des Betons ein und dient der Versiegelung, Festigung sowie als Haftvermittler zwischen Untergrund und Folgeschicht. Verbrauch ca. 0,15–0,2 kg/m².
Schritt 4: Mörtel-/Spachtelschicht
Gemäß den Konstruktionsanforderungen erfolgen Nivellierung und Reparatur mit Epoxidmörtel (mit Quarzsand) oder Epoxidspachtelmasse (mit Quarzmehl). Die Mörtelschicht erhöht die Bodenstärke und die Druckfestigkeit.
Schritt 5: Epoxid-Zwischenbeschichtung
Der Epoxid-Zwischenanstrich ebnet die Oberfläche weiter, erhöht die Schichtdicke und die Gesamtfestigkeit. Nach dem Auftragen mit der Glättkelle abziehen.
Schritt 6: Applikation des Epoxiddeckanstrichs
Die Deckbeschichtung ist die abschließende Dekor- und Schutzschicht. Selbstnivellierende Deckbeschichtungen werden mit der Glättkelle aufgezogen, dünnschichtige Deckbeschichtungen mit der Walze gerollt. Bei der Verarbeitung auf gleichmäßige Schichtdicke achten und Farbunterschiede vermeiden. Verbrauch ca. 0,8–1,2 kg/m² (selbstnivellierend).
Schritt 7: Nachbehandlung
Nach Abschluss der Bauarbeiten ist eine Nachbehandlung von mindestens 7 Tagen erforderlich, bevor die Fläche normal genutzt werden kann. Während der Nachbehandlungsphase sind Wasseraufnahme, Befahren mit schweren Lasten und Kontakt mit chemischen Stoffen zu vermeiden. Bei einer Umgebungstemperatur von 25 °C ist der Belauf nach 24 Stunden, eine leichte Belastung nach 72 Stunden möglich; nach 7 Tagen ist die vollständige Aushärtung erreicht.
III. Häufige Probleme und Vorbeugung
| Problem | Ursache | Vorbeugungsmaßnahmen |
|---|---|---|
| Abplatzung und Ablösung | Hoher Feuchtigkeitsgehalt des Untergrunds, unzureichende Grundierungspenetration | Sicherstellen, dass der Untergrund trocken ist, ausreichend schleifen, ausreichend Grundierung auftragen |
| Blasen und Nadelstiche | Zu schnelles Rühren, zu hohe Temperatur | Langsam rühren, geeigneten Zeitpunkt für die Ausführung wählen |
| Farbunterschiede | Unterschiedliche Chargennummern, zu langer Zeitabstand bei der Ausführung | Material derselben Charge verwenden, durchgehend arbeiten |