Warum wirft und blättert Lack beim Überstreichen ab? Eine umfassende Analyse der Probleme im Zusammenhang mit der Haftung zwischen den Lackschichten und dem Ungleichgewicht der Additive.

2026-05-15 · Einstufung: Paint & Coatings

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Warum treten nach dem Überstreichen von Lack Blasenbildung und Abplatzen auf?

Bei der Autoreparaturlackierung, der Aufbereitung von Industrieanlagen, der Zweitbeschichtung von Holzmöbeln sowie der Instandhaltung von Stahlkonstruktionen stoßen viele Verarbeiter auf folgendes Problem:

  • Blasenbildung nach dem Überstreichen
  • Abplatzen der Lackfilme
  • schlechte Zwischenschichthaftung
  • örtliche Blasenbildung
  • Zunahme von Nadelstichporen
  • Lackabschälung

Viele denken zuerst instinctiv:

  • Es handelt sich um ein technisches Problem bei der Ausführung.
  • Die Untergrundvorbehandlung war nicht fachgerecht durchgeführt.
  • Die Lackqualität ist schlecht.

Tatsächlich liegt in vielen Fällen der Kernfaktor, der die Überlackierergebnisse wirklich beeinflusst, häufig in einem „Ungleichgewicht des Additivsystems“.

Insbesondere:

  • Verlaufmittel
  • Entschäumer
  • Dispergiermittel

Eine ungeeignete Auswahl oder eine ungewöhnliche Zugabemenge kann die Haftung zwischen den Schichten direkt beeinträchtigen.

Dieser Artikel analysiert systematisch die Ursachen für Blasenbildung und Abplatzung bei Überlackierungen sowie die Lösungsansätze in industriellen Beschichtungssystemen.

Ursachen und Lösungen für Blasenbildung und Ablösung von altem Anstrich und neuem Lack nach dem erneuten Streichen

I. Was ist die Zwischenhaftung bei Mehrfachbeschichtung?

Die sogenannte Zwischenschichthaftung bezeichnet:

Die Haftfestigkeit zwischen dem frisch aufgespritzten Lackschicht und dem alten Lackfilm.

Wenn die Zwischenschichthaftung unzureichend ist, neigen sich leicht zu:

  • Blasenbildung
  • Abplatzung
  • Rissbildung
  • flächige Abplatzung

Besonders in den folgenden Szenarien tritt dies leichter auf:

  • Automobil-Lackausbesserung
  • Industrieanlagen-Renovierung
  • Zweiter Anstrich von Holzlack
  • Korrosionsschutzanstrich-Instandhaltungsarbeiten

II. Warum beeinflussen Additive den Überlackiererfolg?

Viele Menschen betrachten Additive lediglich als „Hilfsstoffe“.

Tatsächlich spielen Additive in modernen Beschichtungssystemen eine Rolle für:

  • Verlauf
  • Entschäumung
  • dispergieren
  • Benetzung
  • Kratzfestigkeit
  • Oberflächenspannungskontrolle

spielen alle eine wichtige Rolle.

Doch Zusatzmittel sind nicht unbedingt besser, je mehr man davon einsetzt.

Bei einem unausgewogenen Mischverhältnis wird hingegen die Stabilität des Lackfilms beeinträchtigt.


3. Warum führt ein Überschuss an Verlaufsmittel zu einer verringerten Haftfestigkeit?

Die Hauptfunktion des Verlaufmittels ist:

  • Verbesserung der Filmebenheit
  • Orangebildung reduzieren
  • Glanzsteigerung

Bei zu hoher Zugabe:

Die Oberfläche des Lackfilms wird zu glatt werden.

Dies führt zu:

Der neue Lack kann nicht effektiv an der alten Lackschicht haften.

wodurch folgt:

  • Verminderung der Zwischenschichthaftung
  • unzureichende Haftung bei Überlackierung
  • Spätere Rissbildung und Abplatzung

Besonders in hochglänzenden Autolacken und hochglänzenden Holzlacken ist dies stärker ausgeprägt.


4. Warum kann ein Überschuss an Entschäumer zu Blasenbildung und Beulen führen?

Entschäumer dienen dazu, Blasen zu entfernen, die während der Bauausführung entstehen.

Unter normalen Bedingungen kann die Lackfilmbeschaffenheit verbessert werden.

Wenn jedoch zu viel zugegeben wird:

Es kann sich bilden:

  • Mikropore
  • Nadelstiche
  • lokale Hohlräume

Bei der Überarbeitung:

Lösemittel im neuen Lack dringen entlang dieser Mikroporen in die alte Lackschicht ein.

Anschließend entsteht:

  • Beulen
  • lokales Aufblähen
  • Lackabschichtung

Insbesondere bei industriellen Dickfilmlacken ist das Risiko höher.


5. Was passiert, wenn das Dispergiermittelgleichgewicht gestört ist?

Der Dispergiermittel ist hauptsächlich zuständig für:

Die Pigmente gleichmäßig im System dispergieren.

Falls das Dispersionssystem instabil ist:

Leicht auftretend:

  • Pigmentagglomeration
  • Farbpastenungleichmäßigkeit
  • lokale Spannungskonzentration

Dies verringert:

  • Gesamthaftung der Lackfilme
  • mechanische Eigenschaften
  • Schichtzwischenstabilität

Beeinträchtigt letztlich die Haftung beim Überlackieren.


VI. Warum weisen dieselben Lacke bei unterschiedlichen Herstellern große Unterschiede in der Wirkung auf?

Viele Nutzer werden feststellen:

Vergleichbare Produkte:

  • teilweise überlackierstabil
  • manche neigen zum Abblättern
  • Manche neigen leicht zum Beulen.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Regel darin:

Ausgleichsvermögen des Hilfsmittelsystems

Ein wirklich reifer Beschichtungshersteller achtet auf:

  • Harzsystem
  • Lösemittelverdunstungsgeschwindigkeit
  • Oberflächenspannung
  • Additivverträglichkeit

Systemabgleich durchführen.

Dies ist ebenfalls einer der wichtigen Kernbereiche der Industrielackiertechnik.


7. In welchen Branchen treten Probleme bei der Überlackierung am häufigsten auf?


1. Autoreparaturlack

Die Anforderungen an die Zwischenschichthaftung bei der Autolackausbesserung sind sehr hoch.

Wenn der Untergrund zu glatt ist oder die Hilfsmittel stark migrieren:

führt leicht zu:

  • Klarlack-Abplatzung
  • Kantenaufwölbung
  • lokale Blasenbildung

2. Industrielle Korrosionsschutz- und Renovierungsarbeiten

Nach langfristigem Einsatz von Industrieanlagen:

Die alte Lackschicht ist bereits gealtert.

Bei direkter Überlackierung:

Leicht auftretend:

  • mangelhafte Haftung
  • Lackabschichtung
  • örtliche Abplatzung

Besonders in Epoxidharzsystemen ist dies relativ häufig anzutreffen.


3. Zweiter Anstrich von Holzlacken

Holzoberflächen sind in der Regel relativ glatt.

Bei direkter Überlackierung ohne vorheriges Anschleifen:

Leicht auftretend:

  • Unterwandlung
  • Abplatzung
  • Filmriss

8. Wie lassen sich Probleme wie Blasenbildung und Abplatzen bei der Überlackierung vermeiden?


Lösung 1: Die Zugabemenge der Hilfsmittel streng kontrollieren

Die Hilfsmittel müssen gemäß der Rezeptur präzise dosiert werden.

Es darf nicht willkürlich nach Erfahrung erhöht werden.

Insbesondere:

  • Verlaufmittel
  • Entschäumer
  • Netzmittel

Eine übermäßige Verwendung beeinträchtigt in beiden Fällen die Stabilität des Systems.

In der modernen industriellen Produktion wird üblicherweise durch:

  • Kleine Versuchsvalidierung
  • Kompatibilitätstest
  • Überlackierungsversuch

Die optimale Zugabemenge ermitteln.

Lösung für After-Sales-Probleme mit Blasenbildung und Farbabplatzen bei zweiter Lacküberarbeitung

Lösung 2: Schleifen vor dem Überstreichen

Das Anschleifen ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Zwischenschichthaftung.

Angemessenes Anschleifen kann:

  • Erhöhung der Oberflächenrauheit
  • Erhöhung der mechanischen Haftung
  • Entfernung der Oberflächenkontaminationsschicht

Häufige Methoden umfassen:

  • Trockenschleifen
  • Nassschliff
  • Scheuermittel-Schwamm-Behandlung

Unterschiedliche Systeme erfordern unterschiedliche Rauheiten.

Schleifen der Metalloberfläche vor dem Aufbringen von Lackfarbe

Lösung 3: Verwendung eines passenden Additivsystems

Zwischen den Hilfsmitteln verschiedener Hersteller:

Nicht unbedingt vollständig kompatibel.

Bei wahlloser Vermischung:

Kann möglicherweise zu ... führen:

  • Oberflächenspannungskonflikt
  • Schichtung
  • Kraterbildung
  • Adhäsionsverlust

Daher wird empfohlen:

Verwenden Sie nach Möglichkeit Produkte desselben Systems.

Insbesondere bei:

  • Autolack
  • UV-Lack
  • Hochglanz-Holzlack

von größerer Bedeutung.


9. Wie optimieren moderne Industrielackierungen die Überlackierbarkeit?

Hochleistungs-Industrielacke optimieren derzeit typischerweise schwerpunktmäßig:


1. Benetzungsfähigkeit zwischen den Schichten

Verbesserung der Benetzungseigenschaften des neuen Anstrichs auf dem alten Anstrich.


2. Oberflächenspannungsgleichgewicht

Vermeidung der Grenzflächenablösung.


3. Lösemittelverdunstungsgradient

Reduzierung des Lösemittelschocks auf den alten Lackfilm.


4. Kontrolle der Hilfsmittelwanderung

Reduzierung des Problems der Anreicherung von Oberflächenhilfsmitteln.


X. Wie lässt sich die Nachbesserungs- und Überarbeitungsrate senken?

Für Bauunternehmen führt ein Fehlschlag bei der Renovierungsbeschichtung zu erhöhtem:

  • Personalkosten
  • Materialverlust
  • Nachbearbeitungszeit
  • technisches Risiko

Daher wird empfohlen, standardisierte Ausführungsverfahren zu etablieren.

einschließlich:

  • Festgelegte Schleifnorm
  • festgelegtes Überlackierungsintervall
  • festes Verdünnungsverhältnis
  • feste Spritzschichtdicke
  • Konstante Umgebungstemperatur und -feuchtigkeit

Dies verbessert effektiv die Verarbeitungsstabilität.


Ursachenanalyse und Lösungen für Abplatzen und Blasenbildung bei der zweiten Lackierung

Fazit

Nach dem Überstreichen von Lacken treten Probleme wie Blasenbildung, Abplatzen und Beulen auf, die im Kern häufig auf ein Ungleichgewicht des Hilfsmittelsystems sowie unzureichende Haftung zwischen den Schichten zurückzuführen sind.

Egal ob bei Autolack-Ausbesserung, industrieller Korrosionsschutz-Renovierung oder zweiter Holzlack-Beschichtung – ein hochwertiges Beschichtungssystem kommt nicht ohne:

  • ein ausgewogenes Hilfsmittel-System
  • stabiles Harzsystem
  • wissenschaftliche Verarbeitungstechnik
  • Gute Untergrundvorbereitung

Wirklich ausgereifte Beschichtungshersteller optimieren durch präzise Additivsteuerung die Stabilität des Lackfilms und die Langzeit-Überstreichbarkeit und erzielen so verlässlichere Verarbeitungsergebnisse und Produktqualität.

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