Antwort: Dies zeigt, dass die Beschichtung–Grundwerkstoff-Grenzfläche oder die Schichtzwischenbereiche unter der langfristigen Einwirkung des Korrosionsmediums versagen; mögliche Ursachen sind unzureichende Haftung der Grundierung an sich, unvollständige Oberflächenvorbehandlung oder inkompatible Kombination. Nach dem Salzsprühtest sollte die Haftung erhalten bleiben oder nur leicht abfallen; ein deutlicher Abfall gilt als Versagen. Ein Haftungsverlust tritt oft früher auf als sichtbare Rostpunkte und stellt eine wichtige Vorwarnung dar.
Frage: Können eine Einzelgrundierung und eine Grund-Zwischen-Decklack-Kombination direkt im Salzsprühtest verglichen werden?
Antwort: Nein. Eine Einzelgrundierung ohne Decklackschutz ist im Salzsprühtest zwangsläufig deutlich schlechter als eine vollständige Kombination. Der Vergleich muss unter „gleicher Kombistruktur“ erfolgen, andernfalls ist er sinnlos. Dies ist auch der Grund, warum beim Lesen von Berichten unbedingt geprüft werden muss, ob ein Decklack kombiniert wurde. Ein Vergleich von Stundenzahlen über verschiedene Kombinationen hinweg führt zwangsläufig zu verzerrten Schlussfolgerungen.
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